Ukraine-Krieg

Bürgermeister von Slowjansk: Russisches Militär benutzt Streumunition

Bei Raketenangriffen auf Slowjansk starben mindestens vier Menschen. Aus dem Raum Charkiw und Mykolajiw wurden am Sonnabendmorgen zudem Explosionen gemeldet.

Team News Kathrin Merz dpa/kme
1 Min
Eine Frau schiebt einen Kinderwagen an einem Gebäude vorbei, das durch Beschuss des russischen Militärs beschädigt wurde.

Eine Frau schiebt einen Kinderwagen an einem Gebäude vorbei, das durch Beschuss des russischen Militärs beschädigt wurde.

© AP/Bernat Armangue

Russland soll bei Raketenangriffen auf die Stadt Slowjansk im Osten der Ukraine mit mindestens vier Toten nach ukrainischen Angaben verbotene Streumunition eingesetzt haben. Dabei seien in der Nacht zum Sonnabend zivile Bereiche getroffen worden, in denen es keine Militäranlagen gebe, berichtete Bürgermeister Wadym Ljach am Sonnabend im Online-Messengerdienst Telegram. Vier Menschen seien getötet, sieben Menschen verletzt worden.

Als Streumunition werden Raketen und Bomben bezeichnet, die in der Luft über dem Ziel bersten und viele kleine Sprengkörper freisetzen. Ihr Einsatz ist völkerrechtlich geächtet. Aus dem Raum Charkiw und Mykolajiw wurden am Sonnabendmorgen zudem Explosionen gemeldet. Details waren zunächst unklar. Die Angaben aus Kampfgebieten lassen sich von unabhängiger Seite kaum überprüfen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert inzwischen schon mehr als vier Monate.

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