Basketball

In Russland inhaftiert: US-Basketballerin Griner bekennt sich schuldig

Brittney Griner gab vor einem russischen Gericht ein Drogendelikt zu. Sie sitzt seit viereinhalb Monaten in Russland in U-Haft. Bei einer Verurteilung drohen ihr bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Team News Kathrin Merz dpa/kme
2 Min
Brittney Griner

Brittney Griner

© Imago/Itar-Tass

Das meldeten russische Nachrichtenagenturen übereinstimmend aus dem Gerichtssaal in Chimki im Moskauer Gebiet unter Berufung auf eine Übersetzung. Griner habe auch erklärt, dass sie kein Verbrechen habe begehen wollen, sondern beim Packen in großer Hast gehandelt habe, wie die Agentur Interfax aus dem Saal berichtete. Sie war im Februar auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo festgenommen worden.

Seit viereinhalb Monaten sitzt Griner in Untersuchungshaft, die zuletzt bis 20. Dezember verlängert worden war. Der Olympiasiegerin wird der Besitz von Drogen vorgeworfen, ihr Prozess hatte am vergangenen Freitag begonnen. Das Gerichtsverfahren soll am 14. Juli fortgesetzt werden. Ihr drohen bei einer Verurteilung bis zu zehn Jahre Haft.

Ist Griners  Verhaftung politisch motiviert?

Griner hatte auch US-Präsident Joe Biden in einem Brief um Hilfe gebeten. Washington kritisiert, dass Griner zu Unrecht festgehalten werde. Moskau hingegen weist den Vorwurf zurück, der Prozess gegen Griner sei politisch motiviert. Griner soll bei einer Kontrolle ihres Gepäcks in Scheremetjewo im Februar sogenannte Vape-Kartuschen und Haschisch-Öl bei sich gehabt haben. Es soll sich lediglich um 0,5 Gramm gehandelt haben.

Seit 2015 spielte Griner beim Team von UMMC Jekaterinburg im Ural. Mit dem Spitzenclub gewann sie viermal die Euroleague. Griner gilt als eine der besten Basketballerinnen in der amerikanischen Frauen-Profiliga WNBA. Mit den Phoenix Mercury gewann sie 2014 die Meisterschaft, mit der US-Nationalmannschaft holte sie außer zwei Olympiasiegen auch zweimal Gold bei Weltmeisterschaften. Viele Profispielerinnen wie Griner sind außer in ihren Heimatligen zudem im Ausland aktiv, unter anderem bisher auch in Russland.

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