Österreich

Bluthochdruck wegen Gender-Sprache? TV-Zuschauer reicht Beschwerde ein

Ein Österreicher legte bei der Medienaufsicht Beschwerde gegen den Sender ORF ein. Weil in einer Sendung von „Kund*innen“ die Rede war, habe er Bluthochdruck bekommen.

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Ein Zuschauer des ORF beschwerte sich über Gendersprache. (Symbolbild)

Ein Zuschauer des ORF beschwerte sich über Gendersprache. (Symbolbild)

© Imago/Ralph Peters

Ein Zuschauer des Österreichischen Rundfunks (ORF) hat aus einem eher kuriosen Grund Beschwerde bei der Medienaufsicht eingereicht. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, klagt der Mann über Bluthochruck – angeblich, weil ein Sender der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt gendert.

In seiner Beschwerde führt der Zuschauer an, dass der ORF durch das Gendern, also die Verwendung eines sogenannten Binnen-I, seine Pflicht zur objektiven Berichterstattung verletze. Der Mann kritisiert die Verbreitung von „Falschinformationen infolge der Verweiblichung seiner Sprache“, so die österreichische Zeitschrift Heute.

Aufsichtsbehörde weist Gender-Beschwerde ab

Zudem unterstellte der Zuschauer dem Sender, männliche TV-Konsumenten auszuschließen. Wenn von „Kund*innen“ die Rede sei, würden nur „Kundinnen“ angesprochen werden. Er als „Kunde“ fühle sich davon aber nicht angesprochen.

Außerdem habe er auch direkte Schäden erlitten: Ihn habe die Verwendung einer gegenderten Sprache derart geärgert, dass sein Blutdruck auf ein ungesundes Niveau angestiegen sei.

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Seine Beschwerde wies die KommAustria, eine Aufsichtsbehörde des ORF, ab. Das Aufsichtsgremium begründete seine Entscheidung damit, dass keine nachweislichen unmittelbaren Schäden entstanden seien.

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