Umwelt

Wasser für Berliner Bäume: Skepsis bei Bewässerungssäcken

Die lang anhaltende Trockenheit bedroht Berlins Straßenbäume - Bewässerungssäcke sind jedoch wenig sinnvoll aus Sicht der Senatsumweltverwaltung. Das geht au...

dpa
2 Min
Im Volkspark Friedrichshain ist das Gras ausgetrocknet.

Im Volkspark Friedrichshain ist das Gras ausgetrocknet.

© Christophe Gateau/dpa

Zudem habe man festgestellt, dass es zu Schäden wie Pilzkrankheiten kommen könne, berichtete der Bezirk Mitte weiter. Als weitere Argumente gegen eine Nutzung der Säcke führt der Bezirk das dafür verwendete Material Kunststoff an. Auch die Umweltverwaltung sieht ein Problem darin, weil die Entsorgung zu einer weiteren Belastung der Umwelt führe - zumal die Haltbarkeit nur wenige Jahre betrage.

Bei der Pflanzung neuer Straßenbäume setzt der Senat mittlerweile auf sogenannte Gießringe. Die Bezirksämter, die grundsätzlich für die Unterhaltung der Stadtbäume zuständig sind, agieren bislang sehr unterschiedlich, wie aus der Antwort hervorgeht. Während die Säcke in vielen Bezirken - auch aus Kostengründen - kein Thema sind, werden diese in Friedrichshain-Kreuzberg eifrig genutzt.

Dort hat sich nach Angaben des Bezirks ein Patenschaftsmodell in den vergangenen zwei Jahren etabliert. Rund 40.300 Euro wurden demnach 2020 und 2021 insgesamt für 3000 Bewässerungssäcke ausgegeben.

In Berlin gibt es nach Senatsangaben mehr als 430.000 Straßenbäume. Linden und Ahornbäume sind am häufigsten zu finden, gefolgt von Eichen, Platanen und Kastanien. Bei rund 57 Prozent von ihnen wurden laut Straßenbaum-Zustandsbericht 2020 leichte bis extreme Schäden festgestellt. Hitze und Trockenheit sind dafür eine der Gründe.

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