Großbritannien

Verheerendes Zeugnis für britische Migrationspolitik

Die unabhängige Aufsichtsbehörde für Grenzen und Einwanderung geht mit der britischen Migrationspolitik hart ins Gericht. Unter anderem vernachlässige die Po...

dpa
2 Min
ARCHIV - Eine Gruppe von Migranten in einem Bus im britischen Dover.

ARCHIV - Eine Gruppe von Migranten in einem Bus im britischen Dover.

© Gareth Fuller/PA/dpa

Im Lauf der vergangenen drei Jahre, in denen sich die Zahl der oft in unsicheren Schlauchbooten über den Ärmelkanal ankommenden Menschen vervielfacht habe, seien keine funktionierenden Abläufe entwickelt worden. In vielen Fällen fehlten biometrische Daten, Fotos und Sicherheitschecks.

„Wenn wir keine Daten haben über die Menschen, die ins Land kommen, wissen wir auch nicht, wer bedroht wird und wer bedroht“, erklärte Behördenleiter David Neal. So sollen dem Bericht zufolge allein zwischen September 2021 und Januar 2022 mehr als 220 Migranten aus als sicher geltenden Hotels verschwunden sein. Von ihnen seien längst nicht alle registriert gewesen, hieß es.

Die britische Regierung hat sich in ihrer Migrationspolitik zuletzt darauf konzentriert, ihren umstrittenen Ruanda-Plan voranzutreiben. Illegal eingereiste Asylsuchende sollen demnach in das ostafrikanische Land ausgeflogen werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat die Flüge nach Ruanda jedoch mit einer einstweiligen Verfügung bislang unterbunden.

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