Im Ortsteil Wilhelmstadt im Westen Berlins ist es am Samstag zu einer tödlichen Auseinandersetzung gekommen. Laut ersten Erkenntnissen wurden Polizei und Feuerwehr um 11.13 Uhr zu einer Gartenlaube an der Heerstraße in der Nähe der Freybrücke alarmiert. Aufgebrachte Zeugen erzählten den Mitarbeitern des Lagedienstes, sie hätten Schüsse gehört.
Da nicht klar war, ob der oder die bewaffneten Täter noch vor Ort waren, rückten Beamte eines Spezialeinsatzkommandos an. Als sie das Grundstück stürmten, brannte die Laube. In dem verqualmten Räumen fanden die Einsatzkräfte zwei Leichen. Am späten Nachmittag teilte die Polizei mit, dass es sich bei den Toten um zwei 38- und einen 79-jährige Männer handelt.
Der mutmaßliche Täter legt Feuer und stirbt
Momentan geht die Polizei davon aus, dass der Jüngere von dem Älteren getötet wurde. „Der 79-Jährige gilt derzeit als Tatverdächtiger“, erklärte ein Sprecher. Er sei aufgrund eines von ihm gelegten Brandes verstorben. Eine Mordkommission übernahm umgehend die Ermittlungen und befragte Zeugen.
Toter Mann in Friedrichshain entdeckt: Täter stellt sich
Nach Angaben der Feuerwehr seien in der Nähe des Tatorts zudem drei Verletzte behandelt worden, darunter eine schwangere Frau, die von einem Nachbargrundstück gekommen sei. In welcher Beziehung die Verletzten zu den Toten stehen, war zunächst unklar. Kriminaltechniker sichern derzeit Beweismittel auf dem Grundstück, das sich neben einer Bootsvermietung an der Havel befindet. Die Polizei könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mehr sagen, so der Sprecher.
Ob tatsächlich Schüsse abgefeuert wurden, war bis zum Abend nicht klar. Die Polizei wollte sich nicht zu der Todesursache des 38-Jährigen äußern. Beide Leichen werden in die Gerichtsmedizin transportiert, wo sie obduziert werden. Die Ermittlungen in dem Fall dauern an.
Polizeibericht Berlin
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]