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Nach Getreideabkommen

Russland wollte US-Waffen zerstören: Kreml gibt Angriff auf Hafen von Odessa zu

Russland habe bei dem Raketenangriff auf „militärische Infrastruktur“ gezielt, heißt es aus Moskau. Laut Kiew wurden wichtige Getreidelager getroffen.

Sophie Barkey Team News dpa/sba/AFP
2 Min
Einen Tag nach der Vereinbarung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer hat Russland den Hafen von Odessa mit Raketen beschossen. (Archivbild)

Einen Tag nach der Vereinbarung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide über das Schwarze Meer hat Russland den Hafen von Odessa mit Raketen beschossen. (Archivbild)

© dpa/Jussi Nukari

Einen Tag nach den international verurteilten Raketeneinschlägen in der Hafenstadt Odessa hat Russland den Angriff eingeräumt und mit der Zerstörung von US-Waffen begründet. Die Raketen seien auf ein Schiffsreparaturwerk abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Sonntag mit. In dem Dock seien ein ukrainisches Kriegsschiff und ein Lager mit von den USA gelieferten „Harpoon“-Raketen zerstört worden, hieß es. Ungeachtet der Angriffe begannen Vorbereitungen zur Ausfuhr von Getreide aus Odessa. Russland ist vor fünf Monaten in die Ukraine einmarschiert.

Die Regierung in Russland habe laut Kreml-Angaben am Hafen von Odessa auf „militärische Infrastruktur“ gezielt. Dabei seien „hochpräzise“ Kalibr-Raketen eingesetzt worden, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf Telegram am Sonntag mit. Der für die ukrainischen Getreidelieferungen wichtige Hafen am Schwarzen Meer war am Samstag, einen Tag nach der Unterzeichnung eines Abkommens zur Wiederaufnahme der Getreide-Ausfuhr, beschossen worden.

Russland hatte laut der Türkei zunächst seine Beteiligung an den Luftangriffen bestritten. „Die Russen haben uns gesagt, dass sie mit diesem Angriff nichts zu tun haben und dass sie die Angelegenheit sehr genau untersuchen“, hatte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar versichert.

Sacharowa reagierte nun auf Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte erklärt, die Angriffe hätten die Möglichkeit eines Dialogs oder einer Verständigung mit Moskau zerstört. Zuvor hatte Kiew bereits erklärt, der russische Präsident Wladimir Putin habe den Vereinten Nationen „ins Gesicht gespuckt“ und gefährde die Umsetzung des Abkommens zum Export der wegen des Konflikts blockierten Getreidelieferungen.

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Laut einem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe hatten zwei Geschosse das Gelände des Hafens von Odessa getroffen, zwei andere seien von der ukrainischen Flugabwehr abgefangen worden, bevor sie ihr Ziel erreicht hätten.

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