Rezept

25 Minuten Arbeit, den Rest macht der Ofen: Dieser Schmorbraten mit Kürbis gelingt jedem

Schmorbraten mit Kürbis und Rotwein: Rezept für ein einfaches Sonntagsessen im Herbst, mit Zutatenliste, Garzeit, Beilagen und Soße ganz ohne Mehl.

4 Min
Nach drei Stunden im Ofen zerfällt das Rindfleisch fast von selbst: Geschmortes mit Rotweinsoße und Kürbispüree ist ein Klassiker für den Herbstsonntag. (Symbolbild)

Nach drei Stunden im Ofen zerfällt das Rindfleisch fast von selbst: Geschmortes mit Rotweinsoße und Kürbispüree ist ein Klassiker für den Herbstsonntag. (Symbolbild)

© Imago/Katrin Abakumova

In der Nacht wurde an der Uhr gedreht, die meisten haben eine Stunde geschenkt bekommen. Unser Vorschlag: Stecken Sie sie in den Ofen.

Das beste Sonntagsessen im Herbst ist eines, bei dem man fast nichts tun muss. Ein Schmorbraten mit Kürbis und Rotwein braucht rund 25 Minuten am Herd. Danach arbeiten nur noch Hitze, Zeit und ein schwerer Topf mit Deckel.

In Berlin geht die Sonne ab heute schon vor 17 Uhr unter. Wenn dann Rotwein und Wacholder durch die Wohnung duften, verzeiht man der Zeitumstellung einiges.

Schmorbraten auf einen Blick

  • Arbeitszeit: 25 Minuten
  • Schmorzeit: 2,5 bis 3 Stunden
  • Schwierigkeit: leicht
  • Portionen: 4

Welches Fleisch für den Schmorbraten?

Nehmen Sie ein Stück, das Zeit braucht. Ideal sind Rinderschulter, Bug oder das sogenannte falsche Filet. Sie stecken voller Bindegewebe, das beim langen Schmoren zu Gelatine wird.

Darum bleibt der Braten saftig und die Soße wird sämig. Ein mageres Stück aus der Keule wird beim Schmoren schnell trocken. Sagen Sie beim Fleischer einfach, dass Sie schmoren wollen.

Zutaten für 4 Personen

  • 1,2 kg Rinderschulter oder falsches Filet
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Möhren
  • ¼ Knollensellerie
  • 2 EL Tomatenmark
  • 400 ml trockener Rotwein
  • 400 ml Rinderfond
  • 1 Hokkaido-Kürbis (ca. 1 kg)
  • 2 Lorbeerblätter, 4 Wacholderbeeren, 3 Zweige Thymian
  • 2 EL Butterschmalz, 1 EL kalte Butter
  • Salz, Pfeffer

Schritt 1: Fleisch dunkel anbraten

Heizen Sie den Ofen auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vor. Tupfen Sie das Fleisch trocken und salzen Sie es rundherum.

Erhitzen Sie das Butterschmalz im Bräter und braten Sie das Fleisch von allen Seiten dunkelbraun an. Lassen Sie es dabei in Ruhe, wer zu früh wendet, verschenkt Röstaromen. Danach herausnehmen.

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Schritt 2: Gemüse rösten, mit Rotwein ablöschen

Zwiebeln, Möhren und Sellerie grob würfeln und im Bratfett anrösten. Das Tomatenmark kurz mitrösten, bis es am Boden leicht ansetzt.

Mit dem Rotwein ablöschen und den Bratsatz vom Boden kratzen. Den Wein auf etwa die Hälfte einkochen lassen. Dann Fond, Lorbeer, angedrückten Wacholder und Thymian dazugeben.

Schritt 3: Braten im Ofen schmoren

Das Fleisch zurück in den Bräter legen, es sollte etwa zur Hälfte in der Flüssigkeit liegen. Deckel drauf, ab in den Ofen, nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.

Nach zweieinhalb bis drei Stunden ist der Braten fertig, wenn eine Gabel ohne Widerstand hineingleitet. Gibt das Fleisch noch nach, braucht es einfach eine halbe Stunde mehr.

Schritt 4: Kürbis 40 Minuten mitschmoren

Den Hokkaido waschen, entkernen und in Spalten schneiden. Schälen müssen Sie ihn nicht, die Schale wird beim Garen weich.

Legen Sie die Spalten etwa 40 Minuten vor Schluss rund um das Fleisch in die Soße. Länger sollte er nicht drin bleiben, sonst zerfällt er.

Soße binden ohne Mehl

Fleisch und Kürbis herausnehmen und abgedeckt zehn Minuten ruhen lassen. Die Soße durch ein Sieb gießen, das Gemüse kräftig ausdrücken und kurz einkochen.

Zum Schluss die kalte Butter in Stücken einrühren. Sie bindet die Soße und gibt ihr Glanz. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, den Braten quer zur Faser in Scheiben schneiden.

Welche Beilage passt zum Schmorbraten?

Kartoffelpüree oder Semmelknödel nehmen die Soße am besten auf. Wer es schlichter mag, stellt frisches Bauernbrot auf den Tisch.

Ins Glas gehört derselbe Wein wie in den Topf. Ein trockener Spätburgunder oder Dornfelder taugt zum Kochen und zum Trinken.

Tipp: Aufgewärmt schmeckt er noch besser

Schmorbraten gewinnt über Nacht, weil die Aromen tiefer ins Fleisch ziehen. Kochen Sie deshalb ruhig die doppelte Menge.

Dann steht auch am Montag etwas Warmes auf dem Tisch, wenn es draußen schon um halb sechs stockfinster ist.

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