Die "Blaue Europa-Flagge für Sportboothäfen" ist in diesem Jahr an 25 Berliner Vereine vergeben worden. Das ist etwa ein Fünftel der in der Stadt registrierten Wassersportclubs. Mit dieser Flagge zeichnet die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung e.V. (DGU) seit 14 Jahren Vereine und Kommunen aus, die ihre Häfen und Uferbadeanstalten umweltgerecht führen und sich gleichzeitig um die Umwelterziehung verdient machen. Die Flagge wird jährlich außer in Deutschland in 19 europäischen Ländern verliehen.Die Spandauer Seglervereinigung Havel e.V. auf Siemenswerder, Gastgeber der Auszeichnungsveranstaltung am Sonnabend, hatte sich zum vierten Mal an der Aktion beteiligt. Der Verein hat eine Waschplatte für 20 000 Mark errichtet, damit das Reinigungswasser nach der Bootswäsche nicht in die Havel abfließt sondern in die Kanalisation. "Auf unseren Schulungen machen wir regelmäßig vor allem unsere jungen Segler mit den Erfordernissen des Umweltschutzes vertraut", erklärt Vereinschef Hans Herbert Schulze. Ein Viertel der 160 Mitglieder sind Jugendliche.Schon seit elf Jahren beteiligt sich der Motorwassersportverein Tegel-Süd am Wettbewerb, zum zehnten Mal der Tegeler Segel-Club. "Der Antrag auf unsere Europa-Flagge muss jedes Jahr aufs Neue gestellt werden", sagt DGU-Geschäftsführer Axel Beyer, "so geht es immer wieder ein Stückchen vorwärts und keiner kann sich auf den einmal errungenen Lorbeeren ausruhen." Deutschlandweit vergibt die DGU in diesem Jahr die Flagge an 187 Badestrände und Sportboothäfen. Die Zahl der Antragsteller hält die Gesellschaft aber geheim: "Wir zeichnen die guten Beispiele aus, wir wollen die schlechten nicht an den Pranger stellen", sagt Beyer.Neben der Europa-Flagge für Häfen vergibt die Gesellschaft für Umwelterziehung seit zwei Jahren die gleiche Auszeichnung auch an Segelflugplätze. Ähnliche Wettbewerbe sind jetzt für Schulen und für Fußballsportanlagen geplant.
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