Mit einer ungewöhnlich politischen Rede hat US-Präsident Donald Trump die Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit eingeleitet. Vor dem Nationaldenkmal Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota erklärte Trump am Freitagabend (Ortszeit), die Vereinigten Staaten stünden erneut einer „kommunistischen Bedrohung“ gegenüber. Zugleich warnte er vor einem Angriff auf die amerikanische Identität.
„Man kann Karl Marx treu sein oder Amerika. Man kann Kommunist oder Patriot sein. Beides zugleich geht nicht“, sagte Trump.
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Trump sieht Amerika unter Beschuss
Der Präsident bezeichnete den Kommunismus als „tödliche Bedrohung der amerikanischen Freiheit“ und kündigte an, die USA würden diese Gefahr „schnell besiegen“. Wen er konkret meinte, sagte Trump nicht. In den vergangenen Wochen hatte er jedoch wiederholt den linken Flügel der Demokratischen Partei und demokratische Sozialisten scharf angegriffen.
Zugleich sprach Trump von einem „Angriff auf die amerikanische Identität“. In den vergangenen Jahren habe es einen „unbestreitbaren Versuch“ gegeben, den „außergewöhnlichen Charakter der USA zu verändern“ und die Amerikaner „von ihrer Geschichte zu entfremden“.
Auch seine Einwanderungspolitik griff Trump auf. „Man muss nicht hier geboren sein, aber man muss lieben, was wir aufgebaut haben“, sagte der Präsident.
Bruch mit der Tradition früherer Präsidenten?
Die Nachrichtenagentur AP wertet Trumps Auftritt als deutlichen Bruch mit früheren Reden zum Independence Day. Präsidenten wie Ronald Reagan oder Gerald Ford hätten nationale Feiertage traditionell für versöhnende und einigende Botschaften genutzt. Trumps Warnungen vor einer kommunistischen Bedrohung erinnerten dagegen an die antikommunistische Stimmung der McCarthy-Ära in den 1950er Jahren.
Auch NBC News hebt hervor, dass Trump den 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten mit einer stark innenpolitisch geprägten Rede verband und seine Gegner als Gefahr für die amerikanischen Werte darstellte.
Demokraten werfen Trump Wahlkampf vor
Die oppositionellen Demokraten werfen Trump vor, die Jubiläumsfeiern für parteipolitischen Wahlkampf vor den Kongresswahlen im November zu nutzen. Am eigentlichen Independence Day will der Präsident in Washington eine weitere große Rede halten. Geplant sind außerdem Militärüberflüge und ein umfangreiches Feuerwerk.
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