Freie Menstruation: Das steckt hinter dem Trend der „freien Menstruation“ – So geht es

Einmal im Monat haben Frauen die Wahl zwischen Tampon, Binde oder Menstruationstasse, um ihre Regelblutung aufzufangen. Doch was wäre, wenn Frau keine Lust darauf hat und sich bewusst gegen die klassischen Hygieneartikel entscheidet? Diesen Trend gibt es und er nennt sich „freie Menstruation“. Angeblich soll das für mehr Wohlbefinden sorgen und Beschwerden während der Periode lindern. Das sagen jedenfalls Frauen, die die „freie Menstruation“ praktizieren.

OAZ
3 Min

Einmal im Monat haben Frauen die Wahl zwischen Tampon, Binde oder Menstruationstasse, um ihre Regelblutung aufzufangen. Doch was wäre, wenn Frau keine Lust darauf hat und sich bewusst gegen die klassischen Hygieneartikel entscheidet? Diesen Trend gibt es und er nennt sich „freie Menstruation“. Angeblich soll das für mehr Wohlbefinden sorgen und Beschwerden während der Periode lindern. Das sagen jedenfalls Frauen, die die „freie Menstruation“ praktizieren.

Was ist die „freie Menstruation“ überhaupt?

Anders als man denken könnte, geht es dabei nicht darum „einfach laufen zu lassen“. Ziel ist es, die Menstruationsflüssigkeit natürlich abzulassen. Es geht also um eine Technik, die ein kontrolliertes Abfließen der Flüssigkeit ermöglicht. Denn die Menstruationsflüssigkeit, die während der Regel ausgeschieden wird, fließt nicht immer, sie wird in Intervallen abgegeben.

Das Argument der Verfechterinnen: Geübte Frauen spüren, wann sich ein Blutschwall ankündigt und können entsprechend eine Toilette aufsuchen. Das setzt voraus, dass wir lernen, auf unseren Körper zu hören.

Wie funktioniert die freie Menstruation?

Kündigt sich ein Blutschwall an, wird auf der Toilette bewusst der Beckenboden entspannt und das Becken zusätzlich vor und zurück gewippt. Eine Massage des Unterbauchs kann zusätzlich helfen, das Blut fließen zu lassen. Einmal Blutablassen soll zwischen einer und fünf Minuten dauern, erklärt die Bloggerin Silke Leopold, die auf ihrem Youtube-Kanal den Trend erklärt. Die genaue Dauer variiere aber je nach Zyklustag und Blutungsstärke, so Leopold. Zwischen den Schüben lägen zehn Minuten bis zu vier Stunden.

Das sind die Vor- und Nachteile der freien Menstruation

Die Methode der freien Menstruation soll gesund und äußerst hygienisch sein. Das leuchtet ein, denn wer Tampons und Binden nutzt, läuft immer wieder Gefahr, dass Keime oder andere bedenkliche Inhaltsstoffe in oder an die Vagina gelangen. Ein weiterer Vorteil: durch die freie Menstruation wird Müll vermieden, die Umwelt – und der eigene Geldbeutel – geschont. Gleichzeitig berichten Frauen wie Silke Leopold, dass sie dank „freier Menstruation“ kaum noch Regelschmerzen haben.

Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand: Bei nicht geübten Frauen kann es zu peinlichen Menstruationsflecken auf der Kleidung kommen. Sie sollten immer einen Tampon oder ein anderes Hilfsmittel zur Hand haben. Ansonsten sind unangenehmen Zwischenfälle vorprogrammiert. Auch an der Praktikabilität hakt es, denn nicht immer sind Toiletten überall und jederzeit verfügbar.

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