Anmutige Wirbel und weiße Farbtupfer in einem tiefblauen Meer – dabei handelt es sich nicht etwa um ein neu entdecktes Ölgemälde eines großen Meisters, sondern um kürzlich von der Nasa veröffentlichte Fotos des Planeten Jupiter. Anfang Juli beendete die Raumsonde Juno ihren 43. Vorbeiflug am Jupiter und nahm dabei die faszinierenden Bilder des Gasriesen auf.
Bei den aus der Ferne an Vincent van Goghs berühmtes Gemälde „Sternennacht“ erinnernden, harmlos aussehenden Wirbeln handelt es sich in Wahrheit um gewaltige orkanartige Wirbelstürme. Diese mächtigen Zyklone können laut der Raumfahrtbehörde bis zu 50 Kilometer hoch und mehrere Hundert Kilometer breit werden. Die Forscher interessierten sich vor allem für die Entstehung der Stürme, da dies einen wichtigen Ausgangspunkt für ein besseres Verständnis der Jupiteratmosphäre darstelle.
Die Juno-Mission der Nasa hat ihren 41. Vorbeiflug am Jupiter absolviert. Ihr Junocam-Instrument hat eingefangen, wie es aussehen würde, wenn man mit der Raumsonde mitfliegen würde.
© Nasa/JPL-Caltech/SwRI/MSSS
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Darüber hinaus hätten auch optische Merkmale der Wirbelstürme die Faszination der Experten geweckt. Je nachdem, ob ein Zyklon sich auf der Nord- oder Südhalbkugel des Planeten befinde, könnten die Wirbelstürme sehr unterschiedliche Formen und Farben aufweisen. Daher soll Juno noch bis zum Jahr 2025 weitere Vorbeiflüge am Jupiter und seinen Monden vornehmen. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme befand sich die Raumsonde etwa 25.100 Kilometer über der Wolkendecke des Gasplaneten.
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Inspiration für den Namen fanden die Weltraumforscher in der römischen Göttin Juno, der Ehefrau Jupiters. Der Legende nach hatte sich Jupiter bei seinen zahlreichen heimlichen Affären unter einem Wolkenschleier versteckt – doch Juno schaffte es immer wieder, durch die Wolken hindurchzublicken und so seine wahre Natur zu erkennen.
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