Trockenheit

Große Sandbänke sichtbar: Viel zu wenig Wasser in der Oder

Die Oder führt extrem wenig Wasser derzeit. Verboten ist die Schifffahrt zwar nicht – aber gefährlich. Wer sich festfährt, kann nicht geborgen werden.

Team News Kathrin Merz dpa/kme
2 Min
Ein Bagger arbeitet auf einer durch das Niedrigwasser freiliegenden Sandbank im Flussbett der Oder.

Ein Bagger arbeitet auf einer durch das Niedrigwasser freiliegenden Sandbank im Flussbett der Oder.

© dpa/Soeren Stache

Schiffe dürften zwar weiter auf der Oder fahren, aber auf eigene Gefahr. Amtlicherseits wurde die Schifffahrt nicht untersagt. Schiffsführer handeln aber in Eigenverantwortung, sollten sie trotz des niedrigen Wasserstandes die Oder befahren.

Durchfluss der Oder bei der Hälfte des langjährigen Vergleichswerts

Am Pegel Eisenhüttenstadt beispielsweise liegt der Hydrologin zufolge der Wert derzeit bei 1,61 Meter - und damit 60 Zentimeter unter dem Mittel im August. Der niedrigste Wert, der je dort erreicht wurde, betrug demnach 1,35 Meter. Der Durchfluss der Oder liege bei der Hälfte (53 Prozent) des langjährigen Vergleichswertes, erklärte die Expertin. Die derzeitige Situation sei vergleichbar mit den Jahren 2015, 2018 und 2019. Solch ein Niedrigwasser in der Oder habe es aber auch schon vor über 100 Jahren gegeben.

In den vergangenen Tagen habe eine kleine, etwa 30 Zentimeter hohe Welle vom Oberlauf des Flusses in Polen die Gegend um Frankfurt (Oder) erreicht, berichtete die WSA-Expertin. Dort muss es geregnet haben. Das habe aber wenig Auswirkungen gehabt, der Wasserstand falle bereits wieder.

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