Für die Bewertung jeder einzelnen Schule sollen sechs Merkmale angewandt werden, wie Busse erläuterte: jeweils die Zahl der Schüler aus Haushalten, die Transferleistungen beziehen, der Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, mit einer anderen Muttersprache als Deutsch und die Zahl derer, die eine Jahrgangsstufe wiederholen; hinzu kommen der Sozialraum der Schule und ihre Personalversorgung.
Anhand dieser Kriterien wird die Schule in eine Stufe eingeordnet: Die Bandbreite reicht von Stufe 1 (niedrige strukturelle Belastung) bis 7 (sehr hohe strukturelle Belastung). Schulen höherer Stufen sollen mehr Förderung bekommen als Schulen niedrigerer Stufen. Das neue System erlaube eine wirklich differenzierte Bewertung jeder Schule, sagte Busse. Gleichwohl sage die Einstufung nichts über die Qualität der jeweiligen Schule aus, fügte sie hinzu.
Bisher standen bei der Einstufung der Berliner Schulen im wesentlichen zwei Faktoren im Mittelpunkt: Der Anteil der Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache und der Anteil aus Familien mit wenig Geld, die Lernmittel nicht bezahlen müssen. Diese Herangehensweise gilt laut Bildungsverwaltung aber inzwischen als überholt.
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