Vor 66 Millionen Jahren schlug ein 9,5 Kilometer breiter Asteroid an der Küste des heutigen Yucatán in Mexiko ein. Der Chicxulub-Einschlag wird von der Mehrheit der Forscher als Ursache für die Ausrottung der Dinosaurier ausgemacht. Nun haben Wissenschaftler einen weiteren Krater in Westafrika entdeckt, der darauf hindeutet, dass ein zweiter Asteroid an der Vernichtung der Dinosaurier beteiligt sein könnte.
Der zweite Krater in Westafrika wurde durch seismische Untersuchungen im Ozean festgestellt und erstreckt sich über eine Breite von etwa 8,5 Kilometern. Er könnte sich etwa zur gleichen Zeit wie der Chicxulub-Krater gebildet haben, berichtet National Geographic.
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Der Krater, der nach einem nahe gelegenen Unterwasservulkan Nadir nahe der guineischen Küste benannt wurde, scheint durch den Einschlag eines Weltraumfelsens mit einer Breite von mindestens 400 Metern entstanden zu sein, heißt es in einer neuen Studie, die in Science Advances veröffentlicht wurde.
Asteroiden-Einschlag führte zu Tsunamis und schweren Klimaschwankungen
Bisher gingen Forscher davon aus, dass nur ein Asteroid vor Mexikos Küste einschlug und einen sogenannten Kataklysmus auslöste. Kataklysmus bezeichnet eine zerstörerische Katastrophe, die in der Geologie auch als „erdgeschichtliche Katastrophe“ bezeichnet wird.
Durch den Kataklysmus kam es zu gewaltigen Tsunamis, flächendeckenden Waldbränden und Freisetzungen von Gasen, die das Klima in wilde Schwankungen versetzten. All diese Ereignisse führten zum Aussterben von etwa 75 Prozent aller Arten, einschließlich aller nicht fliegenden Dinosaurier.
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„Viele Menschen haben sich diese Frage gestellt: Wie konnte der Einschlag von Chicxulub – wenn auch ein riesiger – eine so globale Zerstörung verursachen?“, sagt Studienautorin Veronica Bray, Planetenforscherin an der Universität von Arizona. Daher vermutet sie, dass die der erste Asteroid nicht allein ursächlich war.
Das Objekt, das den atlantischen Unterwasservulkan Nadir verursachte, sei wesentlich kleiner gewesen als der Chicxulub-Asteroid, sodass seine Auswirkungen wahrscheinlich regional zu spüren waren. Es könnte auch möglich sein, dass beide Meteoriteneinschläge kurz hintereinander die globale Katastrophe am Ende der Kreidezeit verursacht haben. So könnten die beiden Asteroiden zum Beispiel von einem einzigen Mutterkörper stammen, der in zwei Teile zerbrach, bevor er mit der Erdatmosphäre kollidierte und den Boden in einem Abstand von mehr als 5470 Kilometern traf.
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