Berliner Landespolitik

Energiekrise: CDU will in Berlin jede zweite Ampel nachts abschalten

In der Hauptstadt sollten nach Auffassung von CDU-Fraktionschef Kai Wegner viele Ampeln in der Nacht abgeschaltet werden. Andere Kommunen würden das bereits umsetzen.

Team News Alexander Schmalz dpa lex
2 Min
Kai Wegner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus Berlin

Kai Wegner, CDU-Fraktionsvorsitzender im Abgeordnetenhaus Berlin

© dpa/Christophe Gateau

In Berlin sollten nach Auffassung von CDU-Fraktionschef Kai Wegner ein Teil der Ampeln in der Nacht abgeschaltet werden, um so mehr Energie zu sparen. „Beim Stromsparen denke ich auch an Ampeln: Müssen die nachts wirklich an jeder Kreuzung leuchten oder reichen an weniger befahrenen Straßen auch die Vorfahrtsregelungen?“, sagte der Oppositionsführer im Berliner Abgeordnetenhaus dem Tagesspiegel am Sonntag. „Jede zweite Ampel in Berlin kann man nachts sicher abschalten - das machen andere Städte schon lange.“ Die Verkehrsverwaltung sollte dies schnell umsetzen.

Wegen der Sorge vor Energieknappheit hatte der rot-rot-grüne Senat Mitte des Monats einen Maßnahmenkatalog für die öffentliche Hand beschlossen. So soll etwa die Raumtemperatur in allen öffentlichen Gebäuden auf 20 Grad Celsius abgesenkt werden.

Wegner rief zugleich die Privatwirtschaft dazu auf, weniger Leuchtreklame einzusetzen. „Ich fände es richtig, die Beleuchtung von großen Werbetafeln zum Beispiel in den tiefen Nachtstunden einzuschränken. Auch die Wirtschaft muss Zeichen setzen, dass das Ausmaß der Krise verstanden wurde“, sagte er der Zeitung. Wegen einer drohenden Gasknappheit und stark steigender Energiepreise befinde sich Deutschland in einer ernsten Lage. „Wir müssen einen Energie-Notstand im Winter verhindern.“

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