Lieferstopp

Kreml: Russisches Gas wird wieder fließen, wenn der Westen die Sanktionen aufhebt

Russlands Gaslieferungen nach Europa über die Nord-Stream-Pipeline werden nicht vollständig wieder aufgenommen, bis der Westen die Sanktionen aufhebt, sagte der Kreml.

Team News AFP/kal
2 Min
Vorerst fließt kein Gas mehr durch die Pipeline. (ARCHIV)

Vorerst fließt kein Gas mehr durch die Pipeline. (ARCHIV)

© dpa/Stefan Sauer

Der Kreml hat den Westen für den Stopp der Gaslieferungen nach Deutschland verantwortlich gemacht. Die Probleme seien „wegen der Sanktionen der westlichen Staaten aufgetreten, es gibt keinen anderen Grund dafür“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Er weise daher jegliche Versuche des Westens, die Verantwortung dafür Moskau zu geben, „kategorisch zurück“.

Der russische Gazprom-Konzern hatte die Gaslieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream 1 vergangene Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Der Lieferstopp, der am Mittwoch begann, war zunächst mit turnusgemäßen Wartungsarbeiten an einer Kompressorstation begründet worden und sollte bis Sonnabend dauern. Am Freitagabend erklärte Gazprom dann, es gebe ein Ölleck an einer Turbine.

Peskow begründete den Stopp nun erneut mit der nötigen Instandhaltung der letzten verbliebenden Turbine. Sie funktioniere schlecht, „es gibt Pannen, das führt zum Stopp des Gasflusses“. Streit gibt es auch um eine Siemens-Turbine, die zu Reparaturzwecken nach Kanada gebracht worden war und nun in Deutschland ist.

Auch im Fall des Rücktransports dieser Turbine macht Moskau die Sanktionen des Westens verantwortlich, Deutschland hingegen argumentiert, Russland blockiere den Rücktransport.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner