Der Kreml hat den Westen für den Stopp der Gaslieferungen nach Deutschland verantwortlich gemacht. Die Probleme seien „wegen der Sanktionen der westlichen Staaten aufgetreten, es gibt keinen anderen Grund dafür“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Er weise daher jegliche Versuche des Westens, die Verantwortung dafür Moskau zu geben, „kategorisch zurück“.
Der russische Gazprom-Konzern hatte die Gaslieferungen nach Deutschland durch die Pipeline Nord Stream 1 vergangene Woche auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Der Lieferstopp, der am Mittwoch begann, war zunächst mit turnusgemäßen Wartungsarbeiten an einer Kompressorstation begründet worden und sollte bis Sonnabend dauern. Am Freitagabend erklärte Gazprom dann, es gebe ein Ölleck an einer Turbine.
Peskow begründete den Stopp nun erneut mit der nötigen Instandhaltung der letzten verbliebenden Turbine. Sie funktioniere schlecht, „es gibt Pannen, das führt zum Stopp des Gasflusses“. Streit gibt es auch um eine Siemens-Turbine, die zu Reparaturzwecken nach Kanada gebracht worden war und nun in Deutschland ist.
Auch im Fall des Rücktransports dieser Turbine macht Moskau die Sanktionen des Westens verantwortlich, Deutschland hingegen argumentiert, Russland blockiere den Rücktransport.
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