Frauenrechte

Kein Kopftuch: Irans Präsident verweigert CNN-Interview

Wochenlange Planung für einen leeren Stuhl: Weil die US-Journalistin Christiane Amanpour es ablehnt, beim Interview in New York ein Kopftuch zu tragen, will ...

dpa
2 Min
Ebrahim Raisi, Präsident des Iran, spricht vor den Vereinten Nationen in New York.

Ebrahim Raisi, Präsident des Iran, spricht vor den Vereinten Nationen in New York.

© Mary Altaffer/AP/dpa

„40 Minuten nach dem geplanten Beginn des Gesprächs kam ein Berater zu mir. Der Präsident, sagte er, schlug vor, dass ich ein Kopftuch trage“, schrieb Amanpour weiter. „Ich habe höflich abgelehnt. Wir sind in New York, wo es keine Gesetze oder Traditionen in Bezug auf Kopftücher gibt. Ich wies darauf hin, dass kein früherer iranischer Präsident dies verlangt hat, wenn ich ihn außerhalb des Irans interviewt habe.“

Präsident Raisi ist erstmals seit Beginn seiner Amtszeit in die USA gereist. Dort sprach er am Mittwoch vor der UN-Vollversammlung.

Im Iran gehen derzeit zahlreiche Menschen nach dem Tod der 22 Jahre alten Iranerin Mahsa Amini auf die Straße. Sie wurde vor gut einer Woche von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen. Was genau mit Amini nach ihrer Festnahme geschah, ist unklar. Jedenfalls fiel sie ins Koma und starb am Freitag in einem Krankenhaus. Kritiker werfen der Moralpolizei vor, Gewalt angewendet zu haben. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner