Bei den gleichaltrigen Jungen sank die Rate der Neuerkrankungen bei Depressionen den Angaben zufolge dagegen um 17 Prozent auf rund 10 Fälle je 1000 Versicherte. Bei den Angststörungen sank sie auf 8 Fälle. „Die Ergebnisse unseres Kinder- und Jugendreports zeigen, dass jugendliche Mädchen besonders in der Pandemie leiden"“, sagte Anke Grubitz, Leiterin der DAK-Gesundheit Brandenburg.
Die Ergebnisse zeigten auch, dass Jungs und Mädchen unterschiedlich mit den Belastungen umgingen. „Aus anderen Studien wissen wir, dass es Mädchen leichter fällt, sich zu öffnen und über ihre Probleme zu sprechen“, erläuterte Grubitz. „Jungs verdrängen diese eher und flüchten sich beispielsweise in Medienkonsum.“ Experten erwarteten daher mittelfristig auch steigende Zahlen von psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen bei männlichen Teenagern.
Der „Kinder- und Jugendreport“ der DAK basiert den Angaben zufolge auf Abrechnungsdaten von rund 41.000 Kindern und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahren, die bei der DAK-Gesundheit in Brandenburg versichert sind. Analysiert wurden demnach die Jahre 2018 bis 2021. Der Report basiere damit auf Daten von über zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen im Land und sei hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsverteilung repräsentativ.
Den DAK-Daten zufolge war in Brandenburg 2021 ein Rückgang bei Adipositas-Neuerkrankungen über alle Altersgruppen und Geschlechter zu verzeichnen. Bei Jungs im Grundschulalter zwischen fünf und neun Jahren hingegen stieg die Zahl der neu diagnostizierten Fälle von Fettleibigkeit um 14 Prozent auf 18 pro 1000 Versicherte. Bei den Mädchen im Grundschulalter sei diese Rate dagegen um acht Prozent auf 17 Fälle gesunken.
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