Konjunktur

Stornowelle im Wohnungsbau hält an

Dem Wohnungsbau steht trotz unverändert großen Bedarfs in den Städten ein Einbruch bevor. Ein Hauptgrund sind unkalkulierbare Baukosten.

dpa
2 Min
ARCHIV - Immer mehr Wohnungsbauunternehmen sind von Stornierungen betroffen.

ARCHIV - Immer mehr Wohnungsbauunternehmen sind von Stornierungen betroffen.

© Julian Stratenschulte/dpa

Im September meldeten 16,7 Prozent der befragten Bauunternehmen stornierte Aufträge, deutlich mehr als im August (11,6 Prozent), wie das Ifo-Institut mitteilte.

Grund sind demnach die rasch steigenden Material- und Energiepreise sowie die höheren Kreditzinsen. „Für einige Bauherren ist das alles nicht mehr darstellbar. Sie stellen Projekte zurück oder ziehen ganz die Reißleine“, sagte Ifo-Experte Felix Leiss. „Die Unternehmen verfügen im Schnitt immer noch über große Auftragsreserven, aber die Zukunftssorgen waren selten so groß.“ Das Ifo-Institut befragt für seine Konjunkturprognosen monatlich Tausende Unternehmen, darunter Baufirmen.

Nachfrage nach Immobilienkrediten eingebrochen

Gleichzeitig geht das Interesse an Immobilienkrediten zurück. „Die Nachfrage ist von einem Tag auf den anderen eingebrochen. Viele Projekte im Planungsstadium werden storniert“, sagte Sparkassenpräsident Helmut Schleweis dem Handelsblatt. Auch Schleweis nannte die steigenden Kosten als einen maßgeblichen Faktor.

Im ersten Halbjahr sei die Nachfrage nach Immobilienkrediten noch hoch gewesen. „Das lag jedoch auch daran, dass viele Projekte planerisch und finanziell schon auf dem Weg waren“, sagte Schleweis. „In den vergangenen Wochen hat sich das Bild schlagartig verändert.“

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

weltbune Banner