Die USA haben Nordkorea vorgeworfen, Russland heimlich mit Artilleriemunition für den Krieg gegen die Ukraine zu beliefern. Nordkorea habe eine „bedeutende“ Menge Munition verschickt und versuche den Eindruck zu erwecken, die Lieferungen seien für den Nahen Osten oder Nordafrika bestimmt, sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, John Kirby, am Mittwoch. „Wir werden weiterhin überwachen, ob die Lieferungen empfangen werden“, betonte er.
Angesichts der Wirksamkeit internationaler Sanktionen gegen Russland müsse sich die Führung in Moskau an Staaten wie Nordkorea und den Iran wenden, um ihren Angriffskrieg gegen die Ukraine fortzusetzen, sagte Kirby weiter.
Washington verurteilt neue nordkoreanische Raketentests
Der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates verurteilte zudem Nordkoreas jüngste Raketentests. Besonders kritisierte Kirby dabei, dass eine der mehr als 20 am Mittwoch von Nordkorea abgefeuerten Raketen die De-facto-Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea überquert habe.
Nordkorea testet erneut Raketen, Südkorea antwortet prompt
Mit dem Abfeuern von 23 Raketen hatte Nordkorea zuvor die Spannungen mit Südkorea verschärft und die Angst vor einem erneuten Atomtest genährt. Nach Angaben der südkoreanischen Armee überquerte eine der Raketen die Seegrenze zwischen beiden Ländern und kam den südkoreanischen Hoheitsgewässern „so nahe wie nie zuvor“ eine Rakete seit Ende des Koreakriegs im Jahr 1953. Sie schlug demnach nur 57 Kilometer östlich des südkoreanischen Festlands ins Meer ein.
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