Nahost-Konflikt

Israels Militär reagiert auf Raketen aus dem Gazastreifen

Mehrere Monate war es an der Grenze zu Gaza verhältnismäßig ruhig. Nun fliegen wieder die Raketen - und das inmitten eines politischen Umbruchs in Israel.

dpa
2 Min
ARCHIV - In mehreren Städten im Süden Israels waren Sirenen zu hören.

ARCHIV - In mehreren Städten im Süden Israels waren Sirenen zu hören.

© Oded Balilty/AP/dpa

Nur wenige Stunden vorher waren aus dem Küstenstreifen am Mittelmeer mehrere Raketen Richtung Israel abgefeuert worden. Eine davon sei über israelischem Gebiet vom Abwehrsystem Iron Dome abgefangen worden, hieß es vom dortigen Militär. Drei weitere landeten demnach noch in der palästinensischen Enklave. In mehreren Städten im Süden Israels waren Sirenen zu hören.

Der neuste Angriff ereignete sich kurz nach der Parlamentswahl in Israel, aus der rechtskonservative Langzeit-Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nach einiger Zeit in der Opposition wieder als Sieger hervorging. Das Thema Sicherheit hatte im Wahlkampf eine wichtige Rolle gespielt. Mit Netanjahu könnte es erstmals auch ein rechtsextremes Bündnis in die Regierung schaffen. Es wird befürchtet, dass sich der Konflikt mit den Palästinensern verschärfen könnte.

Noch kein Bekennerschreiben

Offiziell bekannte sich zunächst niemand zu dem Angriff. Israels Militär machte die Hamas „für alle vom Gazastreifen ausgehenden Terroraktivitäten verantwortlich“. Berichten aus dem Gazastreifen zufolge sollen die Raketen von der Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad abgefeuert worden sein.

Am Donnerstag war bei einem israelischen Militäreinsatz im besetzten Westjordanland ein führendes Mitglied der Al-Kuds-Brigaden - dem militärischen Arm der extremistischen Palästinenserorganisation getötet worden. Er soll an Angriffen gegen israelische Soldaten beteiligt gewesen sein und weitere Anschläge geplant haben. Der Islamische Dschihad ist besonders im Gazastreifen aktiv und verübt von dort aus immer wieder Raketenangriffe.

Zuletzt kam es Anfang August zu einem Schlagabtausch mit dem israelischen Militär. Nach drei Tagen wurde eine Waffenruhe vereinbart. Im Gazastreifen starben mehr als 40 Menschen. Hunderte wurden verletzt. Fast täglich kommt es im Westjordanland und Ost-Jerusalem zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, Anschlägen von Palästinensern und Razzien der israelischen Armee.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner