Abdel Fattah zählte zu den Führungsfiguren in der Revolution von 2011, die Langzeitherrscher Husni Mubarak zu Fall brachte. 2013 wurde er beim Protest gegen ein verschärftes Demonstrationsgesetz festgenommen und sitzt seitdem fast durchgehend im Gefängnis. Seit Mai hatte er aus Protest gegen seine Haftbedingungen täglich nur noch rund 100 Kalorien zu sich genommen und zuletzt ganz auf Essen und auch Wasser verzichtet. Was ihn zum Ende des Streiks bewegte, blieb auch nach Angaben der Familie zunächst unklar.
Diesen Donnerstag und damit einen Tag vor seinem Geburtstag darf Abdel Fattah im Gefängnis Wadi al-Natrun nördlich von Kairo den monatlichen Besuch seiner Familie empfangen. Dabei darf er, getrennt durch eine Glasscheibe, in der Regel rund 20 Minuten lang mit seinen Angehörigen sprechen. Seine Schwester Sanaa Saif erklärte, die Familie würde „die Tage zählen“ bis zum Besuch, um herauszufinden, was sich in letzter Zeit im Gefängnis zugetragen habe.
Der Fall überschattet die in Ägypten laufende Weltklimakonferenz. Den Fall sprachen bei Treffen mit Präsident Abdel Fattah al-Sisi in Scharm el Scheich unter anderem US-Präsident Joe Biden, Bundeskanzler Olaf Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron an.
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