Doppelmord in Hamburg

29-Jähriger ermordet Freundin und Mutter – Gericht warnt vor Cannabis

Ein 29-Jähriger tötet seine Freundin und seine Mutter. Nach Überzeugung der Richter leidet der Täter unter krankhaftem Verfolgungswahn, ausgelöst durch Drogen.

Team News dpa/str
2 Min
Die Aufschrift Strafjustizgebäude steht über dem Eingang des Landgerichts Hamburg. Der Täter wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

Die Aufschrift Strafjustizgebäude steht über dem Eingang des Landgerichts Hamburg. Der Täter wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

© dpa/Markus Scholz

Nach Überzeugung der Strafkammer erwürgte der Deutsche am Abend des 5. Februar 2021 seine 24-jährige Lebensgefährtin, als diese ein Bad nehmen wollte. Zudem stach er ihr mit einem Messer in den Hals. In seinem Wahn habe er geglaubt, sie wolle ihn umbringen, erklärte die Richterin. Nach dem ersten Mord habe er befürchtet, seine Mutter wolle ihn erschießen. Als die 53-Jährige ihn am Nachmittag des 7. Februar besuchen wollte, habe er sie mit 63 Messerstichen und Schnitten an der Wohnungstür tödlich verletzt. Die Leichen fanden die Ermittler in der Wohnung des Mannes.

Koerner und die Nebenklagevertreterin der Eltern der ermordeten jungen Frau warnten eindringlich vor der Verharmlosung von Cannabis und Kokain. Diese Drogen könnten bei völlig unauffälligen Menschen mit einer bestimmten genetischen Disposition Schizophrenie und Wahnvorstellungen auslösen. „Leider scheint diese Erkenntnis in der Öffentlichkeit kaum verbreitet zu sein“, erklärte die Richterin.

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