Das ukrainische Stromnetz ist nach den massiven Blackouts vom Vortag offiziellen Angaben zufolge wieder hergestellt worden. „Faktisch werden alle Gebiete der Ukraine mit Strom versorgt“, sagte der Vizechef des Präsidentenbüros, Kyrylo Tymoschenko, im Fernsehen.
Das heißt allerdings nicht, dass auch alle Haushalte wieder Strom bekommen. Wie viele Ukrainer tatsächlich wieder mit Elektrizität versorgt werden, führte Tymoschenko nicht aus. Vom staatlichen Energieversorger Ukrenerho gab es ebenfalls keine neuen Informationen darüber, ob das Stromnetz von Notabschaltungen wieder zu planmäßigen Abschaltungen übergegangen ist.
Millionen in Kiew ohne Strom und Wasser
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew konnte die Wasserversorgung inzwischen wieder hergestellt werden. „Doch braucht es eine gewisse Zeit, bis das Wasserleitungssystem wieder mit voller Leistung arbeitet“, warnte Bürgermeister Vitali Klitschko über Telegram. Insbesondere in Hochhäusern reiche der Wasserdruck nicht immer aus.
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Tags zuvor war nach einem massiven Angriff auf die Infrastruktur die Wasserversorgung der Dreimillionenstadt aufgrund von Stromausfällen komplett zusammengebrochen. Auch das Fernwärmesystem fiel in vielen Stadtteilen aus. 80 Prozent der Haushalte in Kiew waren zwischenzeitlich ohne Strom, Internet und Mobilfunknetz. Auch am Donnerstagnachmittag waren noch einige Teile der Hauptstadt ohne Strom.
Nach einigen militärischen Rückschlägen im seit mehr als neun Monaten andauernden Angriffskrieg ist Moskau vermehrt zu Angriffen auf das ukrainische Energiesystem übergegangen. Am Mittwoch war nach massiven russischen Raketenangriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur landesweit die Stromversorgung ausgefallen.
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