Vor ein paar Tagen fiel mir beim Aufräumen ein Exemplar des Altenburger Wochenblatts von Anfang März 1991 in die Hände, auf dessen erster Seite unter der Überschrift „Kriegshetze in Altenburg?“ ein kurzer Bericht zu lesen ist, der sich einer Anzeige des Neuen Forums und der Friedensinitiative Altenburg widmet. In der Anzeige wurde dazu aufgefordert, „der Friedensbewegung entgegen und hinter unseren Kanzler Helmut Kohl zu treten“. Im Weiteren ist die Adresse der Friedensinitiative angegeben mit der Aufforderung, eine Postkarte zu schicken, auf der man erklärt, mit dem militärischen Einsatz des Vaters, Bruders, Ehemanns oder Sohnes in der Golfregion einverstanden zu sein, weil man „die Wahrung unserer Interessen in diesem Konflikt … als so bedeutungsvoll“ erachtet, dass „körperliche Verstümmelung, ja sogar der Tod der nächsten Verwandten als gerechtfertigt erscheinen“.
Gastbeitrag
Ingo Schulze zum Ukraine-Krieg: „Frieden schließt man mit Feinden“
Auf der „3. Berliner Begegnung“ in der Akademie der Künste hielt unser Gastautor eine Rede zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Seine Rede als Gastbeitrag.
Ingo Schulze
5 Min
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Ingo Schulze am 3. Dezember 2022 auf der „3. Berliner Begegnung“ in der Akademie der Künste
© Sabine Gudath
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