Als wäre es nicht schon kalt genug gewesen! Nach über dreieinhalb Stunden im Stadion An der Alten Försterei freute ich mich - wie einige andere Spätschwärmer - auf die warme S-Bahn. Doch daraus wurde erst mal nichts.
Die schwer ausgerüstete Polizei hatte beide Eingänge zum S-Bahnhof Köpenick abgesperrt. Und das nicht nur kurzzeitig, sondern für (mindestens) 30 Minuten. Mein Eintreffen um 18.35 Uhr kam offenbar einen Tick zu spät.
Union Berlin gegen Hansa Rostock: Ein Flitzer sorgt für Belustigung
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Denn schon da hatten die Beamten eine Kette gebildet und ließen niemanden mehr zu den Zügen, weil laut Aussage eines freundlichen Polizisten die S-Bahn um 19 Uhr, die in Richtung Ostbahnhof/Spandau fuhr, für die Fans vom FC Hansa Rostock reserviert war.
Ein möglicherweise brisantes Aufeinandertreffen mit den Anhängern des 1. FC Union Berlin wollte man vermeiden. Verständlich, schließlich war dieses Ostduell zwischen den Eisernen und der Kogge als Risikospiel eingestuft worden.
Erst als die S-Bahn der Hansa-Fans abgefahren war, durften die Union-Anhänger und normale Reisende weiterfahren.
© IMAGO/Koch
Fans des 1. FC Union Berlin nehmen Wartezeit mit Humor
Natürlich reagierten einige Leute auf den versperrten Durchgang genervt, denn manche hatten mit dem Fußballspiel nichts am Hut und wollten einfach nur nach Hause.
Es blieb allerdings alles ruhig, die Menschen warteten, bis die Polizei die Sperre gegen 19.05 Uhr aufhob und feierten zuvor schon das Einfahren der Hansa-Bahn mit lautem Gejohle. Als sie sich dann in Richtung Treppe bewegen durften, taten sie das mit „Hier regiert der FCU“-Gesängen und Lachen.
Der 2:0-Sieg ihrer Mannschaft gegen den Ostrivalen dürfte viel zu dieser guten Laune beigetragen haben, der Flitzer, der kurz vor Schluss für Belustigung bei Großteilen des (teilweise halb erfrorenen) Publikums gesorgt hatte, möglicherweise auch.
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