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300.000 ohne Strom in Frankreich: Jetzt fegt Austen mit Orkanböen bis 130 km/h über Deutschland

Sturm Austen: 300.000 Haushalte in Frankreich ohne Strom. In Deutschland warnt der DWD heute Nacht vor Orkanböen bis 130 km/h und Sturmböen im Westen.

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Gischt umhüllt den Leuchtturm von Newhaven an der englischen Südküste: Sturm Austen hat am Freitag Großbritannien und Frankreich getroffen. In der Nacht erreicht er in Deutschland seinen Höhepunkt.

Gischt umhüllt den Leuchtturm von Newhaven an der englischen Südküste: Sturm Austen hat am Freitag Großbritannien und Frankreich getroffen. In der Nacht erreicht er in Deutschland seinen Höhepunkt.

© Imago/Marcin Nowak

Heute Nacht zieht das stärkste Windfeld von Sturmtief Austen vom Niederrhein in das Dreieck zwischen Köln, Hannover und Hamburg. Der Deutsche Wetterdienst warnt im Westen vor schweren Sturmböen bis 100 km/h, auf den Gipfeln der Mittelgebirge vor Orkanböen. Am Samstag flaut der Sturm ab, dafür wird es nass und kalt, im Schwarzwald fällt der erste Schnee.

Bis 110 km/h im Flachland: Hier tobt der Sturm heute Nacht

Am Abend weht es im Westen am heftigsten. Vom Rheinland bis ins Emsland hält der DWD schwere Sturmböen bis 100 km/h für wahrscheinlich, lokal sind orkanartige Böen bis 110 km/h nicht ausgeschlossen.

Nach Mitternacht verlagert sich der Schwerpunkt Richtung Norddeutschland, berichtet weather.com. Auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen frischt der Wind kräftig auf. Ab etwa 80 km/h können Bäume umstürzen.

Auf dem Brocken rechnet der Wetterdienst in der Nacht zum Samstag mit Orkanböen bis 130 km/h, in der Rhön mit schweren Sturmböen bis 95 km/h. Auf dem Feldberg im Schwarzwald sind schon heute Abend Orkanböen möglich.

Bis in die frühen Morgenstunden bleibt es vom Westen bis zur Landesmitte stürmisch. Wer heute Abend noch unterwegs ist, sollte die amtlichen Warnungen prüfen und Waldwege meiden.

Erster Schnee im Schwarzwald: So ungemütlich wird der Samstag

Am Samstag zieht Austen Richtung Dänemark und verliert an Kraft. Gebietsweise bleibt es laut DWD stürmisch, vor allem in der Mitte des Landes und an der Küste.

In der Nordhälfte regnet es zunächst häufig, der Regen kommt nur langsam voran. Die Höchstwerte liegen bei 8 bis 14 Grad. Am Freitag waren am Oberrhein und in der Lausitz noch bis 16 Grad möglich. Berlin bleibt bei zeitweisem Regen und 8 bis 11 Grad windig.

Im Hochschwarzwald geht der Regen in der Nacht in Schnee über, Schneematsch kann dort für Glätte sorgen. In Baden-Württemberg sinken die Tiefstwerte auf bis zu 1 Grad. In den Hochlagen kommt der Samstag kaum über 6 Grad hinaus.

Bis 140 km/h, 300.000 ohne Strom: Austen trifft Frankreich mit voller Wucht

Wie viel Kraft in Austen steckt, zeigt der Blick nach Westen. In Frankreich waren am Freitag fast 300.000 Stromkunden vom Netz abgeschnitten, meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

In der Bretagne und im Département Manche rasten Böen von 120 bis 140 km/h über die Küste. Die Staatsbahn SNCF stellte den Zugverkehr in der gesamten Normandie ein.

In Cornwall saßen nach Angaben des niederländischen Senders NOS mehr als 13.500 Haushalte im Dunkeln. Belgien hat für West- und Ostflandern sowie den Hennegau Code Orange ausgerufen, gültig bis in die Nacht zum Samstag.

Zwischen Gent und Terneuzen ruht seit dem Nachmittag die Schifffahrt. Die Niederlande erwarten an der Küste Böen bis 90 km/h. Für Stromkunden hat der Sturm eine angenehme Seite: Der Wind drückt die Strompreise in Deutschland und Frankreich, berichtet die Agentur.

Volles Laub nach dem Dürresommer: Darum ist Austen so tückisch

Gefährlich macht Austen in Deutschland vor allem der Zeitpunkt. Viele Bäume tragen noch ihr Laub und bieten dem Wind eine große Angriffsfläche. Nach dem Dürresommer sind zudem viele Bäume geschwächt, warnt wetter.net.

Dazu kommt der Reiseverkehr. In Nordrhein-Westfalen laufen die Herbstferien, in Niedersachsen und Bremen beginnt am Samstag die Rückreise. Auf Brücken und offenen Strecken drohen Seitenböen, vor allem für Wohnwagen, Transporter und Motorräder.

Der Wind lässt am Samstag nach. Die Gefahr durch angebrochene Äste bleibt.

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Der britische Wetterdienst Met Office hat für ganz Schottland, Teile Nordirlands und den äußersten Norden Englands die Warnstufe Amber ausgerufen. Sie gilt von Samstag, 22 Uhr deutscher Zeit, bis Sonntagabend. An exponierten Küsten rechnen die Briten mit Böen um 130 km/h.

In Deutschland frischt der Wind in der Nacht zum Sonntag im Westen erneut auf, an der Nordsee erwartet der DWD schwere Sturmböen der Stärke 10. Ausgerechnet in dieser Nacht werden die Uhren zurückgestellt: um 3 Uhr auf 2 Uhr.

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