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Konflikte

Russisches Haus in Berlin: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft prüft, ob gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen wird. Berichten zufolge soll der Betreiber der Einrichtung auf einer EU-Sanktionsliste stehen.

Team News dpa
1 Min
Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der Friedrichstraße

Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in der Friedrichstraße

© Benjamin Pritzkuleit

Der frühere Grünen-Politiker Volker Beck hat nach eigenen Angaben Anzeige erstattet. Es könne nicht sein, dass eine von der EU sanktionierte Kulturdependance in Deutschland Kreml-Propaganda betreibe, während im Krieg in der Ukraine täglich Menschen sterben, sagte er der dpa. Geprüft werden müssten auch mögliche Versäumnisse der zuständigen Berliner Behörden bei der Durchsetzung von Sanktionen. Zuerst hatte das juristische Fachportal Legal Tribune Online (LTO) über Becks Anzeige berichtet.

Das Russische Haus an der Berliner Friedrichstraße wurde in den 1980er Jahren gegründet, damals als sowjetisches Wissenschafts- und Kulturzentrum. Heute bietet es unter anderem Kulturveranstaltungen und Sprachkurse an. Eine Stellungnahme des Hauses zu den Ermittlungen lag zunächst nicht vor. Ukrainische Initiativen in Berlin protestieren schon länger dagegen, dass die Einrichtung trotz des russischen Angriffskrieges weiter geöffnet ist.

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