Energiekrise

Chef der Energieagentur: „Nächster Winter bereitet mir Sorgen“

Die Energiekrise ist trotz fallender Gaspreise wohl nicht ausgestanden. Drei Faktoren bereiten dem Chef der Internationalen Energieagentur Sorge.

Team News dpa
1 Min
Die Temperatur vom Schwimmerbecken im Horner Bad wird gemessen. Wegen der Energiekrise haben zahlreiche Schwimmbäder die Wassertemperaturen gesenkt.

Die Temperatur vom Schwimmerbecken im Horner Bad wird gemessen. Wegen der Energiekrise haben zahlreiche Schwimmbäder die Wassertemperaturen gesenkt.

© dpa/Sina Schuldt

Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, hat die Europäer davor gewarnt, die Versorgungskrise angesichts fallender Gaspreise vorschnell abzuhaken. „Der nächste Winter bereitet mir Sorgen“, sagte Birol dem Handelsblatt (Dienstag). „Kein russisches Gas, Chinas Comeback als Importeur, wenig Angebotszuwachs: Diese drei Faktoren machen den nächsten Winter zur Herausforderung.“ Er fürchte, dass viele Regierungen „ein bisschen zu froh“ über den bislang relativ milden Verlauf der Krise seien. Europa müsse den Gasverbrauch weiter senken.

Vor dem Hintergrund der angespannten Lage kritisierte der IEA-Direktor den deutschen Atomausstieg: „Ich wünschte, es gäbe die Möglichkeit, die Laufzeiten bei Bedarf deutlich stärker zu verlängern.“ Dagegen lobte Birol, dass sich der Ausbau von Windkraft und Solaranlagen beschleunigt habe. „Vor allem die Beschleunigung der Planungsverfahren zahlt sich aus.“

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