Gerade nach der Wiederholung der Abgeordnetenhauswahl, die das Vertrauen in die Demokratie stärken sollte, sei es wichtig, den Willen der Wählerinnen und Wähler zu akzeptieren. „Nämlich, dass der Wahlsieger den Auftrag hat, eine Koalition zu bilden“, sagte Czaja.
Seine eigene Partei hatte am Sonntag nur 4,6 Prozent der Stimmen erhalten und ist damit nicht mehr im Abgeordnetenhaus vertreten. Wahlsieger wurde die CDU mit 28,2 Prozent vor SPD und Grünen mit jeweils 18,4 Prozent. Die Sozialdemokraten haben allerdings einen knappen Vorsprung von 105 Stimmen.
Zum Abschneiden der FDP sagte Czaja, er gehe davon aus, dass es eine gewisse Sogwirkung Richtung Union gegeben habe. Gerade Wechselwähler hätten sich entschieden, die CDU möglichst stark zu machen. Die FDP habe rund 29.000 Wählerinnen und Wähler an die Christdemokraten verloren. „Das ist ein guter Prozentpunkt, wenn nicht ein bisschen mehr.“ Zu seiner eigenen Zukunft sagte Czaja: „Das wird sich in den nächsten Wochen sortieren, wie ich weitermache und was ich mache.“ Ob er in der Landespolitik bleibe, könne er noch nicht mit Ja oder Nein beantworten.
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