Auffällig war die hohe Zahl der Taten vor allem in den Bezirken Mitte (640) und Charlottenburg-Wilmersdorf (484). In den anderen Bezirken waren es deutlich weniger. Gehäuft kamen vor allem Diebstähle vor (1294), dann Körperverletzungen (704), Betrug (301), Bedrohung (234) und Beleidigung (117). Zu rund 1200 der insgesamt 3250 erfassten Straftaten stellte die Polizei einen Verdächtigen oder mutmaßlichen Täter fest. Dabei ging es oft um Körperverletzungen (575), Bedrohungen (187) und Beleidigungen (86).
Berlin: Angriffe auf Ukrainer überdurchschnittlich hoch
Der Grünen-Innenpolitiker Franco betonte, ukrainische Flüchtlinge würden immer wieder von verbalen und physischen Übergriffen wegen ihrer Nationalität oder Sprache berichten. Die vorliegenden Zahlen bestätigten daher auch entsprechende Warnungen ukrainischer Organisationen.
Der Anteil von Körperverletzungen gegen Ukrainerinnen und Ukrainer sei mehr als zweieinhalb mal so hoch im Vergleich zum Anteil in der Gesamtbevölkerung, sagte Franco. Auch der Anteil bei den Bedrohungen liege deutlich über dem Durchschnitt. Eine mögliche Erklärung könnte ein „höheres Maß an Hasskriminalität“ sein. Die Polizei sei gefordert, das zu klären. Dass die politische Motivation der Verdächtigen unbekannt sei, „ist mehr als bedauerlich“, so Franco. Ein Problem sei auch, dass bisher nur 23 Ermittlungsverfahren zu einer Anklage vor Gericht geführt hätten.
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