Russische Truppen haben nach Angaben der Regierung in Moskau die ukrainischen Verteidiger in der Stadt Bachmut im Osten der Ukraine eingekesselt. Luftgestützte Truppen verstärkten derzeit die vorstoßenden Kampfeinheiten der Söldnertruppe Wagner, erklärte das russische Verteidigungsministerium am Donnerstag in einem Lagebericht. So blockiere man derzeit die Entsendung weiterer ukrainischer Soldaten und einen Rückzug der „feindlichen Einheiten“ aus Bachmut.
Die Ukraine wies diese Angaben umgehend zurück. Sie entsprächen „nicht der Realität“, sagte der Sprecher der ukrainischen Ost-Streitkräfte, Serhij Tscherewaty, der Nachrichtenagentur AFP. Die ukrainischen Streitkräfte seien „in der Lage, alles Nötige wie Lebensmittel, Munition und Arzneimittel“ nachzuliefern und Verletzte zu versorgen.
Wagner-Chef: „Mehr als 80 Prozent von Bachmut unter Kontrolle“
Auch Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin nannte die Angaben des russischen Verteidigungsministeriums „verfrüht“. Die ukrainischen Streitkräfte setzten weiterhin Reserven ein und entsendeten sie nach Bachmut, erklärte Prigoschins Pressebüro. Die „härtesten und blutigsten Kämpfe“ gingen „weiter“. Es sei daher „verfrüht, über die vollständige Einkesselung von Bachmut“ zu sprechen. „Mehr als 80 Prozent von Bachmut sind unter unserer Kontrolle, die anderen Teile widersetzen sich mit Verbissenheit“, hieß es in der Erklärung.
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Die Schlacht um Bachmut ist die am längsten andauernde der mehr als einjährigen russischen Offensive in der Ukraine. Die vor Beginn des Krieges 70.000 Einwohner zählende Stadt ist nach den monatelangen Kämpfen weitgehend zerstört und verlassen. Die Stadt in der Industrieregion Donbass hat jedoch angesichts der seit Monaten andauernden Gefechte mit großen Verlusten mittlerweile für beide Seiten hohe symbolische Bedeutung erlangt.
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