Kriminalität

Eine schießwütige Frau in Tempelhof und ein verprügelter Barkeeper in Wedding

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter zieht wie immer seine eigene Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

3 Min
Auch das gab es: Unbekannte brachen am Ostermontag in die Sparkasse in Strausberg ein. Sie stemmten ein Loch in die Kellerwand und brachen zahlreiche Schließfächer auf.

Auch das gab es: Unbekannte brachen am Ostermontag in die Sparkasse in Strausberg ein. Sie stemmten ein Loch in die Kellerwand und brachen zahlreiche Schließfächer auf.

© Morris Pudwell

Kriminalität ist meist jung und männlich. So lautet eine der Weisheiten der Polizeibranche. Doch manchmal kommt es anders: Eine 57-jährige Frau bedrohte in Tempelhof einen Pizzaboten mit einer Schusswaffe. Der Mann hatte am Sonntagabend eine Pizza zu ihrer Wohnung geliefert. Die Frau öffnete die Tür und bedrohte ihn mit einer Pistole. Der Mann flüchtete und rief die Polizei. SEK-Beamte stürmten die Wohnung der Frau und nahmen sie fest. Sie fanden eine Schreckschusswaffe und über 50 Patronen. Die Frau hatte 3,5 Promille intus.

In der Nacht zum Dienstag überfielen fünf Männer eine Bar in Wedding. In dem Lokal in der Reinickendorfer Straße fragten sie den Barkeeper nach Kokain. Der forderte die Gruppe auf, die Bar zu verlassen. Einer der fünf schlug dem Barkeeper ins Gesicht, ein anderer zog ein Messer und verlangte von den Gästen die Handys. Der Barkeeper gab der Gruppe zu verstehen, dass er die Polizei rufen werde, woraufhin die Gruppe ihn erneut mit Fäusten schlug. Zwei zu Hilfe eilende Gäste wurden ebenfalls niedergeschlagen und am Boden liegend getreten. Einem Gast und dem Barkeeper nahmen die Täter die Autoschlüssel und Geld ab. Dann gingen sie. Einen Moment später kehrten einige kurz zurück, nur um erneut auf den am Boden liegenden Gast einzutreten.

Innerhalb von drei Tagen soll ein 30-Jähriger aus Lichterfelde mehr als 3000 Anzeigen erstattet und so die Internetwache der Polizei Berlin fast zum Absturz gebracht haben. Teilweise im Abstand von wenigen Sekunden erstattete er Anzeigen, in denen er Personen beschuldigte, unterschiedliche Straftaten begangen zu haben. Am Donnerstag durchsuchte die Polizei seine Wohnung und nahm ihn fest. Sein Motiv ist noch unklar.

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Manchmal ist Kriminalität nicht nur eine Sache von jungen, sondern auch von alten Männern. In Johannisthal bedrohte ein 85-Jähriger am Donnerstag einen 37 Jahre alten Nachbarn an einer Bushaltestelle mit einer Pistole. Polizisten beschlagnahmten seine Waffe. Am späten Abend trafen beide erneut aufeinander. Der 85-Jährige drohte dem Nachbarn, ihn mit einem Sturmgewehr zu erschießen. Ein SEK stürmte die Wohnung des Rentners und beschlagnahmte zwei weitere Schusswaffen und Munition.

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