Die Krawalltouristen vom 1. Mai schlummerten seit Stunden in ihren Hostel-Betten, da knallte es plötzlich in Wilmersdorf. Gegen 4.15 Uhr am Dienstag stritten vor einem Lokal an der Uhlandstraße ein 59- und ein 51-Jähriger. Offenbar schoss dabei der Ältere dem Jüngeren in Brustkorb und Hand. Der 59-Jährige kam in einen Polizeigewahrsam und sein Opfer in eine Klinik. Den Grund des Streits versucht die örtliche Kripo herauszubekommen.
Ein „Koks-Taxi“ wurde dann am Dienstagabend in Schöneberg aus dem Verkehr gezogen. Polizisten in Zivil beobachteten einen Mann, der zielstrebig auf ein wartendes Auto zuging. Es fuhr mit ihm nur wenige Meter weiter, hielt wieder an, und der soeben Eingestiegene stieg wieder aus. Die Beamten überprüften den 20-Jährigen, der Cannabis gekauft hatte. Das Auto konnte in der Dominicusstraße mit dem 31 Jahre alten Fahrer und dem 29 Jahre alten Beifahrer gestoppt werden. Im Wagen fanden die Polizisten diverse Verkaufseinheiten, Cannabis und Kokain.
Sexuelle Belästigung im Berliner Hauptbahnhof, Prügel in der S-Bahn
Der bis dahin ruhige Dienst eines Rezeptionisten in einem Hotel in der Reinickendorfer Kögelstraße endete am Mittwoch um 4.15 Uhr, als jemand die Klingel an der Hofzufahrt betätigte. Als der 36-Jährige zur Schranke ging, prügelte ein Mann mit einem Schlagstock auf ihn ein. Ein weiterer Mann bedrohte den Angestellten mit einer Pistole. Sie drängten ihn zurück in die Lobby und forderten Geld aus dem Hoteltresor. Der Rezeptionist händigte einiges Geld an die Täter aus, die zu einem wartenden Kastenwagen gingen, der von einem weiteren Komplizen gesteuert wurde.
Wer zündet eine Sitzbank an? Am Freitagmorgen bemerkte ein Mitarbeiter einer Seniorenunterkunft einen Brand auf einer Grünfläche hinter der Kirche „Zum Vaterhaus“ neben der neu gebauten Joseph-Schmidt-Musikschule in Baumschulenweg. Die wenig später eingetroffenen Feuerwehrleute fanden zwei lichterloh brennende Parkbänke vor. „So einfach bekommt man so eine Bank nicht angezündet“, sagte ein Feuerwehrmann. Die Polizei geht von einer gezielten Brandstiftung aus – offenbar mit einer brennbaren Flüssigkeit. Die Senioren aus der nahegelegenen Pflegeeinrichtung haben nun eine Sitzmöglichkeit weniger im Kiez.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]