Umfrage

Jeder Zweite sieht in KI eine Gefahr für die Demokratie

Falschnachrichten, Propaganda und manipulierte Bilder: Künstliche Intelligenz macht vielen Leuten Angst, andere sehen darin Chancen.

dpa
2 Min
ARCHIV - Tasten einer beleuchteten Tastatur. Befürworter sehen die Chancen von Künstlicher Intelligenz, Gegner sehen die Risiken.

ARCHIV - Tasten einer beleuchteten Tastatur. Befürworter sehen die Chancen von Künstlicher Intelligenz, Gegner sehen die Risiken.

© Sebastian Gollnow/dpa

84 Prozent der Befragten gingen demnach davon aus, dass Künstliche Intelligenz (KI) die Verbreitung von „Fake News“ erheblich beschleunigen werde. 91 Prozent glaubten, dass in Zukunft kaum noch erkennbar sein werde, ob Fotos oder Videos echt oder gefälscht seien. Mehr als acht von zehn Befragten forderten daher einen gesetzlichen Rahmen für die ethische Entwicklung und Nutzung von KI. Ähnlich viele sprachen sich darüber hinaus für eine Bildungsoffensive zum Umgang mit KI und eine Kennzeichnungspflicht für mit ihr erzeugten Inhalten aus.

Fast jeder vierte Befragte hat der Umfrage zufolge bereits beruflich oder privat die Anwendung ChatGPT ausprobiert - was mit zunehmendem Alter aber deutlich abnahm. 43 Prozent der 16- bis 35-Jährigen gaben an, ChatGPT bereits einmal genutzt zu haben. Bei Befragten zwischen 56 und 75 waren es nur 7 Prozent. Jeder Zweite ging aber generell davon aus, dass die Chancen von KI die Risiken übersteigen.

Als Künstliche Intelligenz werden meist Anwendungen auf Basis maschinellen Lernens bezeichnet, bei denen eine Software große Datenmengen durchforstet und daraus Schlussfolgerungen zieht. In den vergangenen Monaten sorgte die Entwicklerfirma OpenAI für Aufsehen mit ihrem Chatbot ChatGPT, der Sätze wie ein Mensch formulieren kann.

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