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Protest

Letzte Generation: 17 Blockaden am Montag in Berlin, Trennschleifer im Einsatz

Die Klimaaktivisten der Letzten Generation blockierten am Montagmorgen die Stadtautobahn sowie mehrere große Kreuzungen in Berlin.

Christian Gehrke Team News dpa/chg
3 Min
 Klimaaktivisten der Letzten Generation blockierten am Montag die A100 am 
              Hohenzollerndamm.

 Klimaaktivisten der Letzten Generation blockierten am Montag die A100 am Hohenzollerndamm.

© Christian Schreiner/Tnn/dpa

Die Klimaaktivisten der Letzten Generation haben am Montagmorgen an 17 Orten in Berlin den Verkehr blockiert. An allen Protestorten läuft inzwischen der Verkehr wieder, teilt die Polizei am Mittag auf Twitter mit. Zum Teil hatten sich Demonstranten mit einem Sandgemisch festgeklebt. Deswegen kam es zu erheblichen Verzögerungen.

An der Kreuzung Danziger Straße/Prenzlauer Allee mussten Beamte mindestens einen Menschen mit einem Trennschleifer befreien. Aktivisten klebten sich auch an Autoreifen fest, die daraufhin abmontiert werden mussten.

Es kam zu mehreren Protestaktionen auf der A100, die bis weit in den Tag andauerten. Aktivisten ließen ihre Autos auf der Stadtautobahn auf Höhe des Spandauer Damms an der Rudolf-Wissell-Brücke stehen. An der Autobahnauffahrt S-Bahnhof Hohenzollerndamm klebten sich Aktivisten an Carsharing-Wagen. Den Beamten blieb nichts Weiteres übrig, als die Räder abzuschrauben. Wie viele Menschen an den Blockaden beteiligt waren, war unklar.

Neben dem Protest auf der Autobahn gab es nach Angaben von Polizei und der Verkehrsinformationszentrale Blockaden und Klebeaktionen an Kreuzungen im gesamten Stadtgebiet. Autofahrer mussten mit Staus rechnen.

Unterstützer der Letzten Generation kleben sich immer wieder auf Fahrbahnen fest, um ihre Forderungen nach einem strikten Klimaschutz durchzusetzen. In den vergangenen Tagen hatten die Aktivisten pausiert.

Pressesprecherin Carla Hinrichs trotz Verurteilung dabei

An den Blockaden beteiligt war nach Beobachtung des dpa-Fotografen auch die Pressesprecherin der Gruppe, Carla Hinrichs, obwohl sie vergangene Woche vom Amtsgericht Frankfurt am Main wegen einer früheren Aktion zu zwei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden war. Hinrichs selbst schrieb auf Twitter: „Kein Urteil wird mich davon abhalten, für Gerechtigkeit zu protestieren.“

Die Sprecherin des Frankfurter Amtsgerichts, Sylvia Hauptmann, erklärte die Rechtslage auf Anfrage so: Das Urteil von vergangener Woche sei noch nicht rechtskräftig, da Einspruchsfristen noch liefen. Sollte das Frankfurter Urteil rechtskräftig und Hinrichs für die Berliner Aktion erneut verurteilt werden, könnte ein Verstoß gegen die Bewährung festgestellt werden. Dann könnte es sein, dass Hinrichs ihre Haftstrafe antreten muss.

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