Am Dienstag startete offiziell die Erdbeer-Ernte in Brandenburg auf einem Hof in Jacobsdorf im Kreis Oder-Spree Brandenburg. Die Saison begann mit leichter Verzögerung wegen des kühlen Aprils. Der Gartenbauverband wirbt für heimische Erdbeeren: Sie hätten kurze Transportwege hinter sich und wiesen einen geringeren CO2-Verbrauch auf.
Obstbau-Fachmann Bröcker beklagte eine große Konkurrenz durch importierte Erdbeeren und strenge Pflanzenschutzregeln. „Im Osten ist es die polnische Seite, die sehr viel niedrigere Löhne hat, und ansonsten ist Spanien schon die dominante Macht auf dem Markt“, sagte er im Inforadio. Bröcker rechnet auch in den kommenden Jahren mit „Flächenverlusten“. Er wünsche sich eine einheitliche Pflanzenschutzpolitik und einheitliche Mindestlöhne in Europa.
Nach Zahlen des Statistikamtes lag die Anbaufläche für Freilanderdbeeren 2022 bei rund 220 Hektar. Das waren im Vergleich zum Vorjahr fast 90 Hektar weniger. Zuletzt sind demnach im Jahr 1998 so wenige Erdbeeren im Freiland angebaut worden.
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