Die Klimaaktivisten der Letzten Generation haben ihre Proteste auch am Feiertag fortgesetzt. An Christi Himmelfahrt blockierten sie Kreuzungen im Berliner Straßenverkehr. Wie die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung mitteilte, waren am Vatertag insgesamt 16 Orte in der Stadt von den Aktionen der Klimaaktivisten betroffen. Mittlerweile sind alle Klebe-Aktionen beendet und alle Straßen wieder frei.
Die A100 war am Hohenzollerndamm bis in den späten Nachmittag komplett gesperrt Erst um 17.40 Uhr war die Autobahn wieder befahrbar. Der Polizei zufolge wurden schon früher alle Aktivisten von der Straße gelöst, allerdings musste mindestens eine Person mit der Flex vom Straßenboden entfernt werden. Da dabei größere Fahrbahnschäden entstanden, musste eine Firma für Straßenreparaturen gerufen werden.
Ein Abschleppwagen transportiert auf der Autobahn 100 einen Wagen ab, unter dem sich ein Aktivist der Gruppe Letzte Generation auf die Fahrbahn geklebt hatte.
© Paul Zinken/dpa
Hohenzollerndamm: Wieder kleben sich Aktivisten an Autos fest
Laut Polizei waren insgesamt 276 Einsatzkräfte in Berlin auf den Straßen. Sie mussten demnach an mehreren Stellen mit der Technische Einheit anrücken, weil es zu „starken Festklebe-Aktionen“ kam. Wie genau die Technische Einheit die Aktivisten von der Straße löste, konnte die Polizei nicht sagen.
Letzte Generation bittet um Spenden: „Wir brauchen Geld!“
Am Hohenzollerndamm hatte sich laut Polizei ein Aktivist mithilfe eines Kupferrohrs an der Antriebswelle eines Autos festgeklebt. Der Technischen Einheit gelang es nicht, ihn davon wieder zu lösen, sodass die Feuerwehr kommen musste.
Dieses Foto veröffentlichte die Letzte Generation in einer Pressemitteilung selbst.
© Letzte Generation
Die Letzte Generation veröffentlichte eine Pressemitteilung mit einem Statement eines jungen Vaters, der sich am Hohenzollerndamm festgeklebt hat. „Umgeben von Fluten, Dürren und Bränden feiern wir heute Vatertag. Diese Absurdität, diese Scheinheiligkeit halte ich nicht aus, deshalb sitze ich heute hier“, so der 24-jährige Fabian Beese. „Es gibt leider nicht den geringsten Grund zum Feiern, wenn mein Sohn keine Aussicht auf eine lebenswerte Zukunft hat.“
Blockaden der Letzten Generation in Berlin an Christi Himmelfahrt
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