Zeitgeschichte

Warum so friedlich? Wie wendewillige SED-Genossen zur Revolution drängten

Mit dem Ruf „Keine Gewalt“ brachten die Hunderttausenden Demonstranten im Herbst 1989 die alte Ordnung zum Zusammenbruch. Nüchterne Betrachtung einer emotionalen Zeit.

Maritta Adam-Tkalec Maritta Tkalec
9 Min
Der Mauerfall war eine Gesamtleistung der Ostdeutschen. Hier ein Bild aus dem legendären Jahr 1989.

Der Mauerfall war eine Gesamtleistung der Ostdeutschen. Hier ein Bild aus dem legendären Jahr 1989.

© Peter Homann/Imago

Zum Erstaunen der Welt gelang 1989 in der DDR ein Regimewechsel ohne Gewalt. Eine „friedliche Revolution“ erschien bis dahin als ein Widerspruch in sich – die großen Revolutionen in Frankreich, Russland und China verliefen allesamt extrem gewaltsam und mündete in Diktaturen.

Anders in der DDR: Dort endete mit den Aufwallungen staatlicher Repression am 4. Oktober in Dresden und am 7. Oktober in Ost-Berlin das gewaltsame Vorgehen gegen Bürger, die Reformen einforderten.

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