Der kriminelle Wochenrückblick

22 demolierte Kfz in Zehlendorf und Unstimmigkeiten unter Autofahrern in Lichtenberg

In der zurückliegenden Woche ging es auf den Berliner Straßen wieder brutal zu. Unser Crime-Reporter zieht wie immer seine eigene Bilanz. Der kriminelle Wochenrückblick.

3 Min
Auch das gab es: In der Nacht zum Mittwoch zündelte sich ein Brandstifter durch Adlershof. Erst brannte am Adlergestell ein Zustellwagen für Zeitungen. Während die Feuerwehr löschte, brannte eine bewachsene Freifläche und am Glienicker Weg die Zufahrt zu einer Firma.

Auch das gab es: In der Nacht zum Mittwoch zündelte sich ein Brandstifter durch Adlershof. Erst brannte am Adlergestell ein Zustellwagen für Zeitungen. Während die Feuerwehr löschte, brannte eine bewachsene Freifläche und am Glienicker Weg die Zufahrt zu einer Firma.

© Morris Pudwell

Egal, in welcher Straße man in Berlin sein Auto parkt – es kann überall einfach so demoliert werden. Etwa am Sonntagabend: Am Teltower Damm in Zehlendorf beschädigte ein 29-Jähriger 22 Autos. Erst warf er Flaschen und Steine auf vorbeifahrende Fahrzeuge, ohne zu treffen. Dann demolierte er parkende Autos. So ritzte er an zwölf Fahrzeugen Hakenkreuze in den Lack. Der unter Drogeneinfluss stehende Mann wurde festgenommen.

Am Montag wählte ein Mann in Neukölln den Notruf. Polizisten fanden den 46-Jährigen in einem Auto in der Silbersteinstraße. Er hatte eine Stichverletzung im Bauch. Wie das passiert war, wollte er aber nicht sagen. In einer Klinik retteten Ärzte sein Leben.

Am Kreuzberger Mehringplatz wurden am Dienstagabend zwei Männer von einer Gruppe Jugendlicher homophob beleidigt und mit einer Luftdruckwaffe beschossen. Als die Männer forderten, das zu unterlassen, wurden beide umgestoßen und auf dem Boden liegend mit Fäusten geschlagen.

Zu Unstimmigkeiten zwischen einem Pkw- und einem Lkw-Fahrer kam es am Mittwochabend in Hellersdorf. Der Fahrer des Lkw und sein Beifahrer wollten in der Tangermünder Straße aussteigen. In dem Moment raste ein Auto an ihnen vorbei – was eine beleidigende Geste des Lkw-Fahrers in Richtung Autofahrer provozierte. Der kehrte um, um den Lkw-Fahrer zur Rede zu stellen. Weil der ihn angeblich fremdenfeindlich beleidigte, kehrte der Pkw-Fahrer zum Auto zurück, telefonierte kurz und holte die Stange eines Wagenhebers aus dem Kofferraum. Es kam zu einem Gerangel, bei dem auch der Beifahrer von einem herbeigeeilten Freund des Autofahrers angegriffen wurde. Das Ergebnis: eine ausgerenkte Schulter, eine Kopfplatzwunde beim Pkw-Fahrer und eine Platzwunde beim Lkw-Beifahrer.

Eine Bundespolizistin wurde am Donnerstagabend am S-Bahnhof Wannsee von einer Frau attackiert. Diese hatte Reisende belästigt. Die 23-jährige Bundespolizistin, die auf dem Weg zum Dienst war, forderte die Frau auf, den Bahnsteig zu verlassen. Diese schlug ihr mit der flachen Hand und dann mit der Faust ins Gesicht. Einem zu Hilfe eilenden Mann riss die Angreiferin ein Büschel Haare aus dem Kopf. Der Polizistin fehlt jetzt ein Schneidezahn.

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