Jede Menge Crashs, eine mittlerweile unübersehbare Besetzungsliste – und immer alles für die Familie. Aus diesen Zutaten ist auch der mittlerweile zehnte Teil von „Fast & Furious“ zusammengerührt. Klar ist daher, dass sich eher nur die eingefleischten Fans der Reihe den neuen mehr als zwei Stunden dauernden Film antun sollten. Die aber kommen auf ihre Kosten, vor allem zu Beginn, wenn Rom in Schutt und Asche gelegt werden soll.
Die Gefährtinnen und Gefährten um Clan-Papa Dom (Vin Diesel) müssen dabei eine XXL-Bombe gewissermaßen per Auto-Fußball durch die Ewige Stadt kicken, um so die Zerstörung des Vatikans zu verhindern. Das ist wirklich spektakulär gemacht. Der Actionfilm wird bei „Fast & Furious“ ernst genommen, das ist ein Plus auch im neuesten Teil.
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Ebenfalls positiv zu vermerken: der Neuzugang Jason Momoa, der den Bösewicht Dante spielt, und das mit einer wahrhaft begeisterten und begeisternden Hingabe. Anders als Vin Diesel hat Momoa mehr als einen Gesichtsausdruck parat, er spielt – Achtung, Wortspiel! – furios und ist daher ein echter Zugewinn. Dante will aus Rache Dons Familie auslöschen, warum ist eigentlich egal.
Der neue Fiesling im Cast: Jason Momoa als Dante in einer Szene des Films „Fast & Furious 10“
© Universal Pictures
Die Erklärung dafür führt zu einer Rückblende in diesem Handlungsstrang und bringt ein Wiedersehen mit dem unvergessenen und zu früh verstorbenen Paul Walker, weshalb sie schon allein deshalb in Ordnung geht. Hervorheben muss man an dieser Stelle auch die Kampfszenen der Frauen. Charlize Theron als Cipher und Monica Rodriguez als Letty sind viel mehr als nur die Sidekicks der männlichen Hauptdarsteller.
Car-Crash in Rom: Helen Mirren als Queen und Vin Diesel als Dom Toretto in einer Filmszene
© Peter Mountain/Universal Pictures/dpa
Trotzdem ist „Fast & Furious 10“ auch nervig. Die Zahl der Darsteller wird immer größer – viele werden jetzt in Nebenhandlungen untergebracht, die den Plot nicht gerade vorantreiben. Auch bei den Actionszenen geht die Rechnung nicht ganz auf: Nach dem furiosen Auftakt in Rom geht es dann mit einer ganzen Reihe immer gleicher Crash-Szenen weiter bis zum Finale, dass mit einem Staudamm als Rennstrecke immerhin noch mal einen Höhepunkt bildet.
Apropos Höhepunkt: Der Film endet mit dem Wiedersehen eines alten Bekannten. Das lässt darauf schließen, dass die Reihe mit vermutlich doch noch zwei weiteren Filmen fortgesetzt wird. Die Fans wirds freuen. Aber dann ist irgendwann auch mal gut.
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