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Ukraine-Krieg

„Verdammt deutlich“: Washington prüft Berichte zu Einsatz von US-Ausrüstung in Belgorod

Bei dem Angriff auf Belgorod sollen Berichten zufolge mindestens drei US-Militärfahrzeuge verwendet worden sein. Pentagon und Weißes Haus prüfen die Berichte.

Team News BLZ/dpa
3 Min
Ein beschädigtes Militärfahrzeug in der Region Belgorod.

Ein beschädigtes Militärfahrzeug in der Region Belgorod.

© Telegram/AP

Washington prüft Berichte, wonach US-Militärfahrzeuge bei Angriffen auf Russland eingesetzt wurden. Das teilte ein Beamter des Weißen Hauses am Mittwoch mit. Er warnte die Ukraine und pro-ukrainische Kräfte davor, US-Ausrüstung für Angriffe innerhalb Russlands einzusetzen.

Bei dem Angriff auf die russische Grenzregion Belgorod am Montag sollen der New York Times zufolge anscheinend mindestens drei gepanzerte US-Militärfahrzeuge verwendet worden sein. Zwei dieser als „MRAP“ (Mine-Resistant Ambush Protected) bekannten Fahrzeuge seien augenscheinlich von russischer Seite beschlagnahmt worden, berichtete die Zeitung nach Auswertung von unter anderem auf Telegram veröffentlichten Fotos und Videos.

John Kirby, Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA, sagte am Mittwoch, das Weiße Haus prüfe „die Berichte, dass US-Ausrüstung und -Fahrzeuge beteiligt gewesen sein könnten“. „Wir haben es verdammt deutlich zum Ausdruck gebracht: Wir unterstützen nicht den Einsatz von in den USA hergestellter Ausrüstung für Angriffe innerhalb Russlands … das haben wir den Ukrainern gegenüber deutlich zum Ausdruck gebracht“, so Kirby weiter. „Ich werde mich nicht auf private Diskussionen einlassen, die wir mit ihnen führen. Aber ich denke, wir haben unsere Bedenken in dieser Hinsicht nur konsequent geäußert.“

Pentagon prüft die Authentizität der Bilder

Zuvor hatte der Pressesprecher des Pentagon, Brigadegeneral Pat Ryder, bestätigt, dass die US-Regierung keine Weitergabe von Ausrüstung an paramilitärische Organisationen außerhalb der ukrainischen Streitkräfte durch Dritte genehmigt hatte und die ukrainische Regierung auch keine derartige Weitergabe beantragt hatte. „Die Vereinigten Staaten haben der Ukraine regelmäßig mitgeteilt, dass die Sicherheitshilfe, die wir ihnen gewähren, für sie innerhalb der Ukraine als Teil ihrer Bemühungen zur Verteidigung ihres Landes und ihrer Souveränität bestimmt ist“, sagte Ryder.

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Er wies darauf hin, dass das Pentagon die Authentizität der Bilder mit den angeblich von den USA bereitgestellten Fahrzeugen in Russland nicht bestätigen könne.

Nach den Kämpfen in Belgorod an der Grenze zur Ukraine bleibt die Lage angespannt. Nach russischer Darstellung wurde in dem Gebiet seit Montag gegen Dutzende „Vertreter ukrainischer Militärverbände“ gekämpft, am Dienstag hoben russische Behörden den vorübergehend verhängten Alarmzustand wieder auf und erklärten den „Anti-Terror-Einsatz“ für beendet. Die Ukraine wies zurück, etwas mit den Angriffen zu tun zu haben. In Kiew wurde darauf hingewiesen, dass sich aus russischen Staatsbürgern bestehende Freiwilligenkorps zu den Angriffen bekannt hätten.

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