Nach einer Explosion sind im Zentrum von Paris mehrere Gebäude in Brand geraten und weitgehend eingestürzt. Mindestens 24 Menschen wurden nach Angaben der französischen Polizei bei dem Unglück am Mittwoch verletzt, vier von ihnen schwer.
Die Feuerwehr rief die Bevölkerung auf, sich vom Brandort nahe dem Jardin du Luxembourg fernzuhalten und den Rettungskräften ein schnelles Eingreifen zu ermöglichen. Bei den betroffenen Gebäuden soll es sich um eine amerikanische Musikschule handeln. Das teilte die Zeitung Le Parisien mit.
Grund für die Explosion nahe dem historischen Gebäudekomplex Val-de-Grâce im fünften Arrondissement sei ein Gasleck gewesen, sagte die Stadtteilbürgermeisterin Florence Berthout der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Das darauffolgende Feuer brachte das Gebäude laut Polizei teilweise zum Einsturz. „Ich dachte, es wäre ein Bombenangriff. Ich hatte zehn Sekunden große Sorgen“, sagte ein Anwohner.
Mehrere Gebäude standen in Flammen. In den Nebengebäuden explodierten alle Fensterscheiben, sodass die Gebäude evakuiert werden mussten. Videoaufnahmen der Zeitung Le Parisien zeigten ein eingestürztes, brennendes Gebäude. Am Abend war das Feuer unter Kontrolle, zwei Menschen wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zunächst noch vermisst. Rund 230 Einsatzkräfte waren zwischenzeitlich im Einsatz.
Paris' Bürgermeisterin Anne Hidalgo setzte einen Krisenstab ein und machte sich auf dem Weg zum Unglücksort. Die Innenstadt von Paris war am Mittwochabend voller Menschen, da am 21. Juni traditionell ein stadtweites Musikfest mit zahlreichen Konzerten, die Fête de la Musique, stattfindet.
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