Überschuldete Menschen in Deutschland, die im vergangenen Jahr die Hilfe einer Beratungsstelle in Anspruch genommen haben, hatten im Schnitt 30.940 Euro Schulden. Das war das 26-Fache ihres durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Schuldner verdienten demnach 1189 Euro im Monat.
Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß der finanziellen Schwierigkeiten eines überschuldeten Menschen: Er oder sie wäre erst nach frühestens 26 Monaten schuldenfrei, selbst wenn das gesamte Nettoeinkommen in die Schuldentilgung flösse, wie die Statistiker weiter mitteilten.
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Ein Bundesland sticht bei Schulden besonders hervor
Besonders hoch waren im vergangenen Jahr Schuldnerinnen und Schuldner im Saarland belastet. Hier lagen die Schulden um das 31-Fache höher als das Nettoeinkommen. Auch in Bayern und Rheinland-Pfalz war die Überschuldung mit dem Faktor 28 überdurchschnittlich hoch. Vergleichsweise niedrige Werte wiesen hingegen Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern auf. Hier betrug die Verschuldung das 22-Fache des durchschnittlichen Nettoeinkommens.
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