Konsumkritik

Ibiza: Klimaaktivisten besprühen Mega-Jacht von Milliarden-Erbin

Die spanische Klimagruppe Futuro Vegetal verübt auf der Urlaubsinsel Ibiza am Wochenende gleich drei farbenfrohe Angriffe auf Superreiche.

Team News Julia Haak Jule Damaske
2 Min
Die Aktivistengruppe Futuro Vegetal ist in ganz Spanien aktiv.

Die Aktivistengruppe Futuro Vegetal ist in ganz Spanien aktiv.

© David Canales/imago

Spanische Klimaaktivistinnen und -aktivisten haben am Wochenende gleich an mehreren Stellen auf der für ihre Partys bekannte Insel Ibiza Aktionen durchgeführt. Die Umweltgruppe Futuro Vegetal (Deutsch: Pflanzliche Zukunft) besprühte am Sonntagmorgen nach Angaben der Mallorca Zeitung die Mega-Jacht „Kaos“ im Wert von 300 Millionen Euro.

Das Schiff gehört der US-Milliardärin und Walmart-Erbin Nancy Walton Laurie. Der Farbangriff sei ein abschließender Teil der Kampagne „Jets and Yachts, the party is over“ (Privatjets und Yachten, die Party ist vorbei).

Kurz nach der Aktion wurden Fotos auf den sozialen Netzwerken geteilt, die zwei junge Männer mit einem Schild mit der Aufschrift „You consume, others suffer“ (Ihr konsumiert, andere leiden) zeigen. Auf Instagram erklärte die Klimagruppe, sie verurteile das aktuelle Wirtschaftsmodell, „das uns in den ökosozialen Zusammenbruch führt“.  Es werde von den Superreichen – „Menschen an der Spitze der sozialen Pyramide aufrechterhalten“ –, damit sie ihre Privilegien beibehalten können.

Zwei weitere Angriffe auf Luxusgüter der Superreichen

Einen Tag zuvor, am Samstag, hatte die Gruppe einen Lamborghini mit roter Farbe besprüht. Ihre Aktion begründeten sie auf Instagram damit, dass die reichsten ein Prozent für mehr Treibhausgasemissionen verantwortlich ist als die Hälfte der Weltbevölkerung.

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Bereits am Freitagmorgen hatten drei Aktivisten der Gruppe einen Privatjet auf dem Flugfeld des Flughafens von Ibiza mit Farbe besprüht und sich im Anschluss daran festgeklebt. Die Mallorca Zeitung berichtete, die Gruppe habe nach eigenen Angaben „den gesamten Flugverkehr am Flughafen zum Erliegen“ gebracht und „die Schließung der Start- und Landebahn für mehrere Stunden“ erzwungen. Der Flughafenbetreiber Aena berichtete jedoch, die Aktion habe sich nicht auf Starts oder Landungen ausgewirkt. Auf Instagram kritisierte Futuro Vegetal erneut die Superreichen, denn „Die Luxusindustrie verbraucht und verschmutzt gemeinsame Ressourcen und alles Leben auf dem Planeten. Die Reichen sind ein Luxus, den wir uns nicht leisten können.“

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