Klima

Extremes Wetter in Süd- und Südosteuropa: Tote und Verletzte

In Norditalien und auf dem Balkan stürmte und hagelte es so schwer, dass Menschen ums Leben kamen. In Süditalien war es heiß, und in Griechenland warnen Medi...

dpa
3 Min
Westlich von Athen kam es bereits zu Waldbränden.

Westlich von Athen kam es bereits zu Waldbränden.

© Petros Giannakouris/AP/dpa

Griechenland befindet sich auf dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle.

Griechenland befindet sich auf dem Höhepunkt der aktuellen Hitzewelle.

© Yorgos Karahalis/AP/dpa

Der Balkan

In der kroatischen Hauptstadt Zagreb kamen bei den schweren Unwettern zwei Menschen ums Leben, in anderen Landesteilen zwei weitere, berichtete das kroatische Fernsehen HRT. Im Norden Bosniens starb eine Frau. In ganz Kroatien erlitten mehr als 100 Menschen Verletzungen, allein 60 in Zagreb, schrieb das Portal „jutarnji.hr“.

In Serbien löste das Unwetter mehr als 200 Feuerwehreinsätze aus. Und in der Kleinstadt Bled an den Ausläufern der slowenischen Alpen fiel ein vom Sturm entwurzelter Baum auf ein junges Paar. Die Frau starb an Ort und Stelle, der Mann erlitt schwere Verletzungen, berichtete das Nachrichtenportal „24ur.si“.

Italien

In Teilen Norditaliens verursachten faustgroße Hagelkörner schwere Schäden. Bei den Unwettern seien rund 110 Menschen durch Hagel, Glassplitter und Stürze verletzt worden, teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, mit.

Der Sturm war jedoch nur die eine Seite des italienischen Wetters. Am Donnerstag wurden in Süditalien teils sehr hohe Temperaturen gemessen, nachdem das Hochdruckgebiet „Caronte“ am Mittwoch seinen Höhepunkt hatte.

In der Hauptstadt Rom herrschten 36 bis 37 Grad, im südlichen Apulien und auf Sardinien und Sizilien wurde in manchen Gegenden wieder die 40-Grad-Marke geknackt. Auch ab der kommenden Woche soll es in Teilen Italiens erneut sehr heiß werden, wie der private Wetterdienst „ilmeteo.it“ prognostizierte.

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Griechenland

In Griechenland ist es schon morgen so weit: Dann soll die dritte Hitzewelle dieses Sommers mit Temperaturen von mancherorts über 40 Grad eintreten und mindestens bis Montag andauern. Manche Meteorologen prognostizieren sogar ein Anhalten der hohen Temperaturen bis Ende Juli.

Mediziner des Gesundheitsministeriums warnten am Donnerstag auf einer Pressekonferenz eindringlich vor den Hitze-Gefahren: Ältere Menschen und Kleinkinder seien besonders gefährdet, ebenso kranke und dickleibige Menschen. Generell solle man die Mittagsstunden nicht draußen in der sengenden Hitze verbringen.

Weil in Griechenland jedoch auch der Wind nachließ, konnte die Feuerwehr Erfolge verbuchen: Die ersten großen Waldbrände des Jahres, zwei davon in der Nähe von Athen, einer auf der Insel Rhodos, konnten unter Kontrolle gebracht werden. Allerdings warnen die Behörden schon jetzt, dass die Waldbrandgefahr angesichts der erneuten Hitze und anhaltenden Trockenheit weiter steigen wird.

Extreme Hitzewellen häufen sich wegen des Klimawandels. Schon jetzt hat sich die Erde um etwa 1,1 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit aufgeheizt, in Deutschland sind es sogar 1,6 Grad. Die fatalen Folgen sind nach den Forschungen des Weltklimarats: je nach Region mehr und längere Hitzewellen und Dürren oder auch häufigere Überschwemmungen und Wirbelstürme.

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