Ukrainische Verteidigungskreise haben den jüngsten Drohnenangriff in Moskau für sich reklamiert. Der Angriff mit zwei Drohnen in der russischen Hauptstadt am frühen Montagmorgen sei eine „Spezialoperation“ des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR gewesen, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus ukrainischen Verteidigungskreisen.
Das russische Verteidigungsministerium hatte den Vorfall gemeldet und der Ukraine den Versuch eines „terroristischen Aktes“ vorgeworfen. Gegen 4 Uhr habe man einen Angriff der Ukraine auf zwei unbewohnte Gebäude vereitelt, teilte das russische Verteidigungsministerium am Montagmorgen via Telegram mit.
Sergei Sobjani, Bürgermeister der russischen Hauptstadt, erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge, es habe keine Verletzten und keine größeren Schäden gegeben. Eine Drohne sei demnach im Zentrum der Hauptstadt entdeckt worden, eine weitere habe im Süden der Stadt ein Bürohochhaus getroffen. Die Berichte können zu diesem Zeitpunkt nicht unabhängig bestätigt werden.
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Drohnenangriff in Moskau: Video soll Schäden zeigen
Bereits Anfang Juli waren über dem Gebiet Moskaus nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums Drohnen abgeschossen worden. Der Kreml machte auch damals die Ukraine für die Drohnenangriffe verantwortlich.
Ein Video nach dem Drohnenangriff, das in den sozialen Netzwerken veröffentlicht wurde, soll die Schäden an einem Gebäude in Moskau zeigen. Unabhängig verifizieren lassen sich die Aufnahmen derzeit nicht.
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Trotz der jüngsten Drohnenattacke auf Moskau sieht der Kreml keinen Grund für eine Verschärfung der Sicherheitsvorkehrungen für die russische Hauptstadt. „Das ist hier kaum nötig“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax. Die Sicherheitsorgane arbeiteten ohnehin auf Hochtouren. Es werde „rund um die Uhr sehr angespannte Arbeit geleistet“.
Auch die mehrfach angegriffene Brücke zur seit 2014 von Russland besetzten Schwarzmeer-Insel Krim werde ständig überwacht, sagte Peskow. Auf diese Weise habe der Geheimdienst einen neuen Anschlag auf das 19 Kilometer lange Bauwerk verhindern können. Damit kommentierte Peskow Meldungen über angebliche Sprengstoffspuren, die der Geheimdienst FSB auf einem türkischen Frachter gefunden haben will, der die Meerenge von Kertsch durchqueren wollte.
Peskow wies zugleich jede Verantwortung für den Beschuss der Altstadt von Odessa am Schwarzen Meer am Sonntag zurück. „Unsere Streitkräfte führen niemals Schläge gegen Objekte der sozialen Infrastruktur und noch weniger gegen Tempel, Kirchen und andere vergleichbare Objekte“, behauptete er. Bei den Angriffen auf die Millionenstadt wurde auch eine Kathedrale schwer getroffen. Peskow erklärte ohne jegliche Beweise, die Ukrainer hätten das Gotteshaus mit Flugabwehrraketen selbst beschädigt.
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