Die Berliner YouTuberin Kayla Shyx ist eine der Frauen, die Missbrauchsvorwürfe gegen Rammstein-Sänger Till Lindemann erhebt. Shyx war nach eigener Aussage selbst bei einem Rammstein-Konzert. In mehreren Videos bringt sie diese Anschuldigungen vor. Gegen ihr erstes Video „Was wirklich bei Rammstein Afterpartys passiert“ haben die Anwälte von Till Lindemann jetzt nach eigener Mitteilung nun einen Teilerfolg erzielt.
Zunächst musste die YouTuberin zu zwei Aussagen, die sie getätigt hat, eine Unterlassungserklärung abgeben. Ferner sind nach einer Entscheidung des Landgerichts Hamburg einige Aussagen von Kayla Shyx aus dem Video per einstweiliger Verfügung jetzt verboten worden. Das Verbot bezieht sich auf einige Passagen, nicht auf das ganze Video. Der Film ist bei YouTube noch online zu finden. Ob und wie Kayla Shyx das Video verändern oder offline nehmen wird, ist unklar.
Diese Aussagen von Kayla Shyx sind vom Landgericht Hamburg verboten worden
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
- [object Object]
Rammstein: Anwälte von Till Lindemann gehen auch gegen Shelby Lynn vor
Das Landgericht Hamburg begründet die Entscheidung nach Mitteilung der Anwälte damit, dass es sich bei den Kernvorwürfen um prozessual unwahre Tatsachenbehauptungen beziehungsweise Bewertungen handele, für die es keine Anknüpfungstatsachen gebe, weil es an einer entsprechenden Glaubhaftmachung fehle. Darüber hinaus teilen die Anwälte weiter mit, dass sie vor dem Landgericht Hamburg auch gegen Shelby Lynn prozessieren. Die Nordirin war die erste, die Lindemann Missbrauch und übergriffiges Verhalten vorwarf.
Nach Vorwürfen gegen Rammstein: Kayla Shyx „würde alles vor Gericht wiederholen“
Rammstein-Drummer bricht als Erster das Schweigen: „Till hat sich seine eigene Blase geschaffen“
Mehrere Frauen hatten – teilweise anonym – Vorwürfe gegen Lindemann erhoben. Sie schildern als beängstigend empfundene Situationen. Bei Aftershowpartys soll es demnach auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein.
Lindemann weist Vorwürfe gegen ihn zurück. Seine Anwälte verweisen auf Behauptungen in sozialen Netzwerken, Frauen seien bei Konzerten „mithilfe von K.-o.-Tropfen beziehungsweise Alkohol betäubt worden, um unserem Mandanten zu ermöglichen, sexuelle Handlungen an ihnen vornehmen zu können. Diese Vorwürfe sind ausnahmslos unwahr“.
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren gegen Lindemann eingeleitet. Bei Verdacht auf eine Straftat muss sie ermitteln. Auch Medienberichte können dafür der Auslöser sein. Bis zum Abschluss der Ermittlungen gilt die Unschuldsvermutung.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]