Auf Seite 293 schlägt er sie zum ersten Mal, sie ist überrascht, beim Lesen ist man es auch. „Da drehte er sich um und schlug mir auf den Mund. So schnell, dass ich das Kribbeln an meinen Lippen eher spürte, als dass ich die Bewegung registriert hätte.“ Einige Seiten später schlägt er sie so zusammen, dass sie vorläufig nicht rausdarf, damit nämlich niemandem etwas auffällt, wie sich von selbst versteht. Sie jedenfalls versteht es so und versteht es überhaupt. Er habe wegen ihr schon wieder nicht aus dem Haus gekonnt, schreibt sie später noch einmal.
Longlist Deutscher Buchpreis
„Muna oder Die Hälfte des Lebens“: Verhängnisvolle Liebe
Der neue Roman von Terézia Mora, nominiert für den Deutschen Buchpreis, beginnt kurz vor dem Mauerfall in der DDR. Eine Frau sucht ihren Weg aus Abhängigkeiten.
Judith von Sternburg
4 Min
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Die Schriftstellerin Terézia Mora, Büchnerpreisträgerin, wurde bereits 2013 ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis.
© Frank Rumpenhorst/dpa
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